Niedrige Inzidenz Maskenpflicht: Ab Sonntag lockert Dresden wieder

Weil Dresden am Freitag fünf Tage in Folge wieder unter dem Schwellenwert von zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag, entfällt am Sonntag ein Großteil der Schutzmaßnahmen. Einige Auflagen bleiben erhalten.

Kunden tragen Schutzmasken bei ihrem Einkauf in einem Supermarkt.
In Dresden kann man ab dem 8. August wieder ohne Maske einkaufen gehen - wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann. Bildrechte: dpa

Nach einer vorübergehenden Verschärfung der Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus lockert die Landeshauptstadt Dresden ab Sonntag wieder die Corona-Regeln. Voraussetzung dafür war, dass die 7-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter dem Wert von zehn lag. Dann kann 2 Tage später gelockert werden. Am Freitag hatte Dresden den fünften Tag die erforderliche niedrige Inzidenz fünf Tage hintereinander erreicht.

In Dresden muss von nun an in Supermärkten und anderen Geschäften kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Auch Einschränkungen wie eine maximale Teilnehmerzahl von zehn bei privaten Treffen entfallen.

Einige Beschränkungen bleiben bestehen

Einige Maßnahmen bleiben aber weiterhin bestehen, so muss zum Beispiel bei körpernahen Dienstleistungen, wie etwa beim Friseurbesuch, im öffentlichen Nahverkehr oder in den Innenräumen von Diskotheken und Clubs weiterhin ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dies gilt auch in Taxen, bei der Schülerbeförderung und für Fahrdienste, beispielsweise für Menschen mit Behinderungen. In Diskos und Clubs besteht außerdem Testpflicht.

Auch in Geschäften und Märkten ist das dann Pflicht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Im Bereich der Pflege ist in weiten Teilen weiterhin das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Die Regelungen für Großveranstaltungen bleiben ebenso in Kraft. Hier werden auch genesene und geimpfte Personen mitgezählt.

Weiter Testpflicht für Urlauber

Auch die seit dem 26. Juli geltende Testpflicht für Beschäftigte nach Urlaubs-Abwesenheit von mindestens fünf Werktagen bleibt in Kraft, jedoch gilt diese nicht für Geimpfte und Genesene. Auch die Beschränkungen für Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sowie die Regelungen für Saisonarbeitskräfte bleiben bestehen.

Leipzig verzeichnet die höchsten Inzidenzen in Sachsen

In Leipzig gilt seit 3. August wieder eine Maskenpflicht beim Einkaufen, nachdem die Zahl der Infektionen gestiegen war. Die Messestadt verbucht mit 14,8 den aktuell höchsten Inzidenzwert im Freistaat. In Sachsen liegt die Inzidenz laut Robert-Koch-Institut bei 6,7 und deutschlandweit liegt sie bei 21,2.

Sachsen hatte als erstes Bundesland die Maskenpflicht im Einzelhandel und in einigen anderen Bereichen gelockert. Seit dem 16. Juli dürfen Kunden - bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 10 und wenn es der Abstand hergibt - ohne Maske in die Geschäfte gehen.

Quelle: MDR/ps/dpa

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