Pandemie Britische Coronavirus-Mutation bei Person aus Dresden nachgewiesen

Epidemische Viruspartikel, Konzeptgrafik
Bildrechte: imago images/Panthermedia

Die neue britische Mutation B.1.1.7 des Coronavirus ist erstmals in Sachsen nachgewiesen worden. Die infizierte Person aus Dresden war aus Großbritannien zurückgekehrt. Das teilte das sächsische Sozialministerium mit. Durch diese Mutation verbreitet sich nach aktuellem Wissensstand das Coronavirus deutich schneller.

Die Person habe sich nach der Ankunft sofort in Quarantäne begeben. Das zuständige Gesundheitsamt betreue den Fall und geht nicht von der Gefahr einer weiteren Verbreitung aus. Der Fall war durch ein stichprobenartiges Screening von positiven Proben beim Robert Koch-Institut nachgewiesen worden. Das sächsische Gesundheitsministerium hatte die Gesundheitsämter bereits angewiesen, Einreisende aus Großbritannien und Südafrika besonders sorgfältig bei der Quarantäneüberwachung zu begleiten.

Köpping verlangt mehr Impfstoff für Sachsen

Vor dem Hintergrund des erstmaligen Auftretens dieser neuen Virus-Variante fordert Gesundheitsministerin Petra Köpping:

Petra Köpping
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping am Donnerstag im sächsischen Landtag. Bildrechte: dpa

Bisher erfolgt die Verteilung des Impfstoffes nach der Einwohnerzahl der Bundesländer. Ich glaube, dass auch andere Faktoren bei neuen Lieferungen eine Rolle spielen sollten. Wir haben die bundesweit höchste Inzidenz.

Petra Köpping Gesundheitsministerin Sachsen

Ein Faktor sollte auch sein, welche Bundesländer einen besonders hohen Anteil an älteren Menschen haben, so Köpping weiter. Dazu gehört Sachsen. "Wir haben eine Million Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Sie müssen schnell besonders geschützt werden. Gerade mit Blick auf die Menschen, die zu Hause leben, dauert das zu lange."

Wir brauchen daher schneller mehr Impfstoff.

Petra Köpping Sozialministerin Sachsen

Auffällig steigende Fallzahlen in Dresden seit Neujahr

Das Gesundheitsamt der Stadt Dresden hat in den vergangenen Tagen zunehmend mehr Neuinfektionen gemeldet. Sie hat derzeit - absolut gesehen - mit 1.600 gemeldeten Corona-Infektionen die meisten Neuinfektionen aller sächsischen Landkreise und Städte. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt auf 100.000 Einwohner liegt nach Berechnungen von MDR SACHSEN damit bei 288. Zum Vergleich: Die Inzidenz des Robert-Koch-Instituts liegt nur bei 123. Warum die RKI-Zahlen nur bedingt aktuell sind, lesen Sie hier.

Fallzahlen der vergangenen sieben Tage in Dresden
  gemeldete Neuinfektionen
01.01.2021 33
02.01.2021 143
03.01.2021 298
04.01.2021 163
05.01.2021 220
06.01.2021 325
07.01.2021 418

Quelle: Gesundheitsamt Dresden

Quelle: MDR/sw

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.01.2021 | 19:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 07.01.2021 | 19:00 Uhr

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