Coronavirus Delta-Variante an zwei Schulen und einer Kita in Dresden

Die aus Indien stammende Delte-Variante des Coronavirus gilt als hochinfektiös. Nachdem bereits Anfang Juni ein komplettes Studentenwohnheim in Dresden unter Quarantäne gestellt werden musste, ist die Variante an zwei Schulen und einer Kita der Stadt aufgetaucht.

Dresdner Grundschule
An der 113. Grundschule in Dresden ist die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Bildrechte: xcitepress/Benedict Bartsch

Die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante des Coronavirus ist an insgesamt drei Dresdner Bildungseinrichtungen aufgetreten. Wie die Stadt am Dienstagnachmittag mitteilte, wurde die zunächst in Indien entdeckte Variante an einer Grundschule, einer Oberschule und einer Kita nachgewiesen. Damit sind mehr Einrichtungen als zunächst angenommen betroffen - am Dienstag war zunächst nur von einer Dresdner Grundschule die Rede.

Alle Kontaktpersonen ermittelt

Zurückzuführen sind die Fälle den Angaben zufolge auf drei Kinder einer Familie, die positiv getestet wurden und jeweils verschiedene Einrichtungen besuchten. Spezifische PCR-Tests bestätigten den Verdacht auf die Delta-Variante. Alle Kontaktpersonen seien ermittelt und in Quarantäne, hieß es.

Betroffen sind laut Mitteilung der Stadt:

  • die Kita Spatzenvilla in der Südvorstadt, hier sind 21 Kinder und fünf Mitarbeitende in Quarantäne
  • die 113. Grundschule in der Johanstadt, hier sind 24 Kindern und acht Mitarbeitenden in Quarantäne
  • die 35. Oberschule in Löbtau, hier sind sechs Schülerinnen und Schüler in Quarantäne

In den Schulen und in der Kita hat das Gesundheitsamt Tests veranlasst, die bis zum Mittwoch dauern sollen. Bisher hat es laut Stadt keine weiteren positiven Testergebnisse gegeben.

Kein Zusammenhang mit Studentenwohnheim

Die Kinder haben sich nach Angaben der Stadt bei einem Familienmitglied angesteckt. Einen erkennbaren Zusammenhang mit dem Fall in der Hildebrandstraße gebe es nicht. Das dort gelegene Dresdner Studentenwohnheim wurde Anfang des Monats nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers vorübergehend komplett unter Quarantäne gestellt. Auch hier handelt es sich vermutlich um die Delta-Variante. In dem Hochhaus sei die Nachverfolgung aber deutlich unübersichtlich als bei einer Familie, hieß es.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 15. Juni 2021 | 14:30 Uhr

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