Staatliche Kunstsammlungen Residenzschloss, Zwinger und Albertinum in Dresden wieder geöffnet - mit Vorbehalt

Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden ist seit zehn Tagen wieder geöffnet - mit großer Resonanz. Jetzt lassen die Staatlichen Kunstsammlungen in weiteren Museen Besucher zu - so lange es die Inzidenz zulässt und mit Terminbuchung. Ob die Einrichtungen über Ostern wieder schließen müssen, ist noch offen.

Residenzschloss Sachsen
Bildrechte: imago/Torsten Becker

Zehn Tage nach der Gemäldegalerie Alte Meister öffnen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden weitere Museen. Seit Freitag sind sieben weitere Museen wieder zugänglich, darunter das Residenzschloss mit Historischem Grünen Gewölbe und Kupferstich-Kabinett, der Zwinger mit Porzellansammlung und Mathematisch-Physikalischem Salon im Wechsel, das Albertinum und der Lipsiusbau. Diese bleiben solange offen, wie es die Corona-Inzidenz zulässt. Besucher müssen sich vorab einen Termin buchen, es gelten die üblichen Hygienemaßnahmen.

Marion Ackermann
Bildrechte: MDR/Pia Uffelmann

Selbst wenn es bedeuten könnte, dass das nur wenige Tage möglich ist, wollten wir diese Chance nutzen, denn es sind wichtige Schritte, die Hoffnung machen - für unser Publikum und uns selbst. 

Marion Ackermann Generaldirektorin Kunstsammlungen Dresden

Die Kunstsammlungen könnten zeigen, "dass die Bedingungen in unseren Museen extrem safe sind", sagte Ackermann. "Wir hoffen, dass an diesem Wochenende viele diese Chance nutzen." Ob die Kultureinrichtungen über Ostern erneut geschlossen werden müssen, hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Neuinfektionen ab. Und von der neuen Corona-Verordnung, die die Landesregierung am Montag vorstellen will.

Neue Ausstellungen in Albertinum und Schloss

Ab Sonnabend sind auch zwei lange vorbereitete Ausstellungen zu sehen. "Still Alive" ist die erste umfassende Präsentation von Werken aus der Sammlung Hoffmann, die 2018 als Schenkung an die Kunstsammlungen kam. Im Albertinum versammelt ist eine Auswahl von etwa 65 Arbeiten, die zwischen 1957 und 2017 entstandenen Arbeiten sind - von Fotoserien bis zu raumgreifenden Installationen. Insgesamt umfasst die Sammlung 1.200 Werke.

"Still Alive" - mit neuer Aktualität

Besucherinnen in der Ausstellung Still Alive. Werke aus der Schenkung Sammlung Hoffmann im Albertinum in Dresden
Installation aus 918 Blechdosen des Künstlers Christian Boltanski in der Ausstellung "Still Alive" Bildrechte: dpa

Es sei eine Schau zu Wandel, Veränderlichkeit und Vergänglichkeit, die sich unter dem Eindruck der vergangenen Monate "nochmal ganz anders liest", sagte Generaldirektorin Marion Ackermann. Die Berliner Sammlerin selbst habe viele Arbeiten erworben, die sich mit der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit des Lebens befassten. Es gehe aber auch etwa um die Musealisierung von Kunst oder die Vergänglichkeit von Werken.

Auch die im November 2020 eingerichtete Ausstellung "Crossing Borders" zum 300-jährigen Jubiläum des Kupferstich-Kabinetts ist endlich zugänglich. Sie vereint rund 80 zeitgenössische Werke von 43 Künstlern, Neuerwerbungen der vergangenen zehn Jahre. Darunter sind Arbeiten unter anderem von Joseph Beuys, Marina Abramovic, A.R. Penck und Nancy Spero.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.03.2021 | 12:30 Uhr in den Nachrichten aus der Region Dresden

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