Corona-Todesfall Dresden hebt Quarantäne für Wohnheim teilweise auf

Am Donnerstag hatte das Dresdner Gesundheitsamt ein Wohnheim auf der Hildebrandstraße unter Quarantäne gestellt. Bei den Corona-Tests wurden sieben positive Fälle registriert, darunter drei Verdachtsfälle auf die Delta-Variante. Am Sonntagabend gab es für die ersten Bewohner Entwarnung. Die Polizei beendete ihren Einsatz.

Eine Polizeiabsperrung hängt vor dem Hochhaus in der Hildebrandstraße
Vier Tage war das Gebäude abgesperrt. Es kam niemand raus und niemand rein. Bildrechte: dpa

Die Quarantäne nach einem Corona-Toten in einem Dresdner Studentenwohnheim ist teilweise beendet worden. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Bewohner mit negativem Testergebnis und ohne engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person dürfen demnach seit dem Abend wieder das Haus verlassen. Damit habe auch die Polizei ihren Einsatz beendet. Die übrigen Bewohner seien vom Gesundheitsamt aufgeklärt und bezüglich der weiteren Quarantäne belehrt worden.

Polizisten stehen hinter einer Absperrung vor einem Studentenwohnheim im Dresdner Stadtteil Strehlen
Die Polizei hatte das Gebäude abgeriegelt. Am Sonntag wurde der Einsatz beendet. Bildrechte: dpa

Hochansteckende Mutation nachgewiesen

In der vergangenen Woche war ein Bewohner des Hochhauses an Covid-19 gestorben. Der Student war im April aus Bangalore zurückgekehrt und hatte sich auch in Quarantäne begeben. Erst einen Monat später erkrankte er und starb wenige Tage nach Einlieferung ins Krankenhaus. Möglicherweise hatte er sich mit der hochansteckenden indischen Virus-Variante infiziert.

Daraufhin hatte das Gesundheitsamt das komplette Gebäude unter Quarantäne gestellt und PCR-Tests für alle Mieter angeordnet. Bei den Tests wurden insgesamt sieben von 170 Bewohnern positiv getestet. Bei drei von ihnen besteht der Verdacht auf die Delta-Virusvariante - der erstmals in Indien festgestellten Mutation.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sitzen an einer Corona-Teststrecke vor einem Studentenwohnheim im Dresdner Stadtteil Strehlen
170 Bewohner wurden mittels spezieller PCR-Tests untersucht. In sieben Fällen gab es ein positives Testergebnis. Bildrechte: dpa

Kontaktnachverfolgung beendet

Am Montag teilte das Gesundheitsamt mit, dass man die Kontaktnachverfolgung beendet habe. Demnach müssen 18 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheims vorerst weiter in Quarantäne bleiben. Man habe allerdings keine weiteren Infizierten gefunden. Personen, deren Corona-Test negativ war und die keinen Kontakt zu infizierten Personen hatten, dürfen das Haus somit wieder verlassen.

Quelle: MDR/dk

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