Corona-Mutationen Grenzüberschreitendes Forschungsprojekt zu Virus-Sequenzierung in Dresden

Proben werden in einem Labor untersucht
In einem Labor der Uniklinik Dresden sollen besonders die Mutationen des Coronavirus untersucht werden. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In einem grenzüberschreitenden Projekt zur Ausbreitung von Coronavirus-Varianten werden künftig in Dresden Proben aus Sachsen, Tschechien und Polen analysiert. So sollen ab Montag am Universitätsklinikum wöchentlich 150 Tests gesammelt und sequenziert werden.

Ergebnisse für verschiedene Entscheidungsträger

Die Ergebnisse der Sequenzierung würden anschließend an das Institut für Medizinische Informatik, das Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung und das Robert Koch-Institut zur weiteren Verarbeitung übermittelt. Zudem stünden die Ergebnisse politischen Entscheidungsträgern in einem sogenannten Mutationsreporting zur Verfügung. Mit Stand 05. März 2021 wurden laut Gesundheitsministerium sachsenweit 697 Infektionen mit einer Mutation des Coronavirus nachgewiesen.

Corona gemeinsam bekämpfen

"Die Sequenzierungen werden uns helfen, einen noch genaueren Überblick über Auftreten und Verbreitung von Mutationen zu erhalten sowie gegebenenfalls entsprechende Schutzmaßnahmen anzupassen", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Sonntag. Das Coronavirus lasse sich nur gemeinsam bekämpfen, so Kretschmer.

Förderung vom Bund

Kretschmer hatte am vergangenen Montag gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder eine länderübergreifende Covid-19-Allianz vorgestellt. Es sei vorgesehen, das Sequenzierungsprojekt in einem nächsten Schritt auf den Freistaat Bayern auszudehnen, hieß es. Der Bund unterstützt das Projekt finanziell mit rund 500.000 Euro.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.03.2021 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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