Covid-19-Todesfall Noch 13 Personen in Dresdner Wohnheim in Quarantäne

Vor einer Woche war in dem Studentenwohnheim ein Mann an den Folgen einer Corona-Infektion mit der zuerst in Indien entdeckten Deltavariante gestorben. Nach neuesten Erkenntnissen hatte er sich in Dresden angesteckt, weil zuvor andere Infizierte die Quarantäneregeln nicht korrekt eingehalten haben sollen.

Eine Polizeiabsperrung hängt vor dem Hochhaus in der Hildebrandstraße
Noch 13 Bewohner eines Dresdner Wohnheims befinden sich in Quarantäne. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Rund eine Woche nach dem tödlichen Corona-Fall in einem Dresdner Studentenwohnheim befinden sich noch 13 Bewohner in Quarantäne. Das teilte die Stadt mit. Mindestens ein Mensch sei positiv auf die zuerst in Indien entdeckte Corona-Variante - inzwischen als Delta-Variante bezeichnet - getestet worden. Die Ergebnisse von zwei weiteren Proben stünden noch aus.

Auch Todesopfer mit Delta-Variante infiziert

Anfang Juni war ein indischer Student an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Daraufhin wurden 170 Mieter seines Wohnheims einem PCR-Test unterzogen. All jene mit einem negativen Ergebnis konnten die Quarantäne inzwischen beenden.

Die Stadt Dresden hat zudem weitere Informationen zu dem jungen Mann veröffentlicht, der Anfang des Monats nach schwerem Verlauf an Covid-19 verstarb. Auch er hatte sich mit der sogenannten Delta-Variante infiziert. Das gilt inzwischen als gesichert.

Ansteckung mutmaßlich in Dresden und nicht in Indien

Eine Ansteckung damit, habe aber nicht wie zunächst vermutet bei einer Indienreise, sondern danach in Dresden stattgefunden, hieß es von den kommunalen Gesundheitsbehörden. Dieser sogenannte Quellfall, also die Person, bei der sich der Mann mutmaßlich angesteckt hatte, wurde den Angaben zufolge inzwischen auch ermittelt. Laut Stadt waren vor der Ansteckung des späteren Todesopfers Quarantäneregeln durch zuvor Infizierte nicht korrekt eingehalten.

Es zeigte sich im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung und der Rückwärtsermittlung im Fall des Verstorbenen, dass diejenigen, die sich in seinem Umfeld schon früher infiziert hatten, nicht alle Kontaktpersonen aus Sorge um eine Quarantäne angegeben oder Quarantäneregeln nicht konsequent eingehalten haben. Das beförderte letztlich die Übertragung der Corona-Infektion. In diesem speziellen Falle zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die Angabe aller Kontaktpersonen und die strikte Einhaltung der Quarantäne sind.

Stadtverwaltung Dresden

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 11. Juni 2021 | 10:00 Uhr

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