Pandemie Dresden: Sieben weitere Corona-Fälle in Quarantäne-Hochhaus

Seit Donnerstag steht ein Studentenwohnheim in Dresden unter Quarantäne, nachdem ein Bewohner vermutlich an der indischen Corona-Virusvariante gestorben ist. Jetzt gibt es sieben weitere Positiv-Befunde. Bei drei von ihnen besteht der Verdacht auf eine Virusvariante.

Zwei Polizisten stehen vor dem Eingang zu einem Gebäude. Neben ihnen stehen ein Fahrrad und ein Fahrzeug.
Die Polizei hat das Gebäude abgeriegelt. Bildrechte: MDR/xcitepress

Einen Tag nach der großflächigen Beprobung in einem Dresdner Studentenwohnheim liegen die Ergebnisse vor. Wie das Gesundheitsamt der Stadt am Abend mitteilte, waren sieben der 170 vorgenommenen PCR-Tests positiv. In drei Fällen besteht der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante. "Diese Ergebnisse müssen aber noch durch die Sequenzierung der Proben bestätigt werden, auch um zu erkennen, welcher konkrete Virenstamm vorliegt", heißt es in der Mitteilung.

Die PCR-Tests wurden einem speziellen Verfahren unterzogen, um Virusvarianten aufzuspüren. Laut Stadt stehen noch weitere Testergebnisse von Personen aus, die Kontakte zu Bewohnerinnen und Bewohnern des Heims hatten.

Die Beschäftigten des Gesundheitsamtes ermitteln nun akribisch, ob Personen, die negativ getestet wurden, auch gesichert keinen Kontakt zu positiv Getesteten haben oder hatten und somit nicht als Kontaktperson gelten. Dazu bedarf es erst der Auswertung aller zu einer Wohnung gehörenden Ergebnisse sowie die Abprüfung etwaiger Verbindungen zu Personen mit positivem PCR-Test. Da diese Ermittlungsarbeit sehr kleinteilig ist, bleiben die Quarantänemaßnahmen für das gesamte Objekt aktuell noch in Kraft.

Stadt Dresden

Soli-Konzert von Banda Comunale

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass ein junger Inder nach der Rückkehr aus seiner Heimat an Covid-19 erkrankte und innerhalb kurzer Zeit gestorben war. Daraufhin wurde das Gebäude mit den rund 200 Wohnungen auf der Hildebrandstraße komplett unter Quarantäne gestellt. Die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen bis mindestens zum 8. Juni das Gebäude nicht verlassen. Der Brand- und Katastrophenschutz übernahm die Versorgung der Mieter. Zudem läuft über den Studentenrat der TU Dresden ein großes Unterstützungsprogramm. Am Sonnabend spielte vor dem Hochhaus die Band Banda Comunale, um die Bewohnerinnen und Bewohner auf andere Gedanken zu bringen.

Der junge Mann lebte nach Angaben des Dresdner Gesundheitsamtes in einer Wohngemeinschaft mit fünf Personen. Den Angaben zufolge war der Student bereits Ende April aus Bangalore in Indien zurückkehrt und hatte sich zunächst in Quarantäne begeben. Auch ein Schnelltest vor der Einreise war negativ. Am 25. Mai wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht und starb am 1. Juni.

Quelle: MDR/dk

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