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Das Ordnungsamt in Dresden war letztes Jahr überwiegend mit Corona-Kontrollen beschäftigt. Bildrechte: imago/Deutzmann

BilanzCorona bestimmt den Arbeitstag im Dresdner Ordnungsamt

von MDR SACHSEN

Stand: 19. Januar 2022, 19:57 Uhr

Weniger Knöllchen für Falschparker, dafür deutlich mehr Arbeit mit Corona - das Dresdner Ordnungsamt hat Bilanz gezogen. Bei den stationären Blitzern hat einer weiter die Nase vorn. Insgesamt aber ist die Zahl von Anzeigen und Einnahmen durch Strafgelder zurückgegangen.

Die Arbeit des Dresdner Ordnungsamtes war im vergangenen Jahr von der Ahndung von Verstößen gegen die Corona-Regeln geprägt. Diese machten fast 60 Prozent der 12.500 sogenannten allgemeinen Ordnungswidrigkeiten aus, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Das waren rund 3.000 mehr als 2020.

Insgesamt weniger Anzeigen und Einnahmen als 2020

Aus der Bilanz 2021 geht weiterhin hervor, dass 248.320 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten eingegangen sind und damit etwa 20 Prozent weniger als noch 2020. So flatterten beispielsweise 113.000 Anzeigen wegen Falschparkens ins Haus, 50.000 weniger als 2020. Rückläufig auch die Buß- und Verwarngelder: Die Einnahmen betrugen rund 6,5 Millionen Euro, 2020 waren es noch 8,4 Millionen Euro.

Wir haben hier klar Prioritäten gesetzt. Die Kontrolle der Vorgaben zum Infektionsschutz hatte Vorrang vor abgelaufenen Parktickets.

Detlef Sittel | Ordnungsbürgermeister Dresden

Auch im fließenden Verkehr nahm die Zahl der Anzeigen von rund 138.400 auf 122.800 ab. Dazu zählten Geschwindigkeitsverstöße, Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss sowie mit Handy am Steuer.

Blitzer auf der Pillnitzer Landstraße sehr "effektiv"

Von den stationären Blitzern wurden im Dresdner Stadtgebiet 74.752 Raserinnen und Raser erwischt, 2020 lag diese Zahl bei 76.690. An der Spitze der Statistik der festen Blitzanlagen steht weiterhin der Blitzer auf der Pillnitzer Landstraße. Bei ihm wurde das dritte Jahr in Folge am häufigsten die Kamera ausgelöst (10.882). Besonders oft geblitzt wird auch auf der Waldschlößchenbrücke in Richtung Altstadt. Der bislang höchste Geschwindigkeitsverstoß auf der Waldschlößchenbrücke wurde im Juli 2021 erfasst. Die geblitzte Person war nachts mit einer Geschwindigkeit von 118 Stundenkilometern statt der erlaubten 30 unterwegs. Für sie gab es drei Monate Fahrverbot, wie auch für einen Fahrer auf der Radeburger Straße, der im März 2021 mit 156 Stundenkilometern statt der erlaubten 60 unterwegs war.

Quelle: MDR (dst)

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