Nach Corona-Todesfall Dresdner Studentenwohnheim unter Quarantäne gestellt

In Dresden ist ein junger Mann an Corona gestorben. Die Behörden vermuten eine Infektion mit einer Virusvariante. Die Stadt stellte deshalb ein Studentenwohnheim komplett unter Quarantäne. Schon am Freitag sollen die Bewohner getestet werden.

Polizeifahrzeuge stehen vor einem mehrstöckigen Wohnhaus in Dresden.
Bildrechte: MDR/xcitepress

Das Gesundheitsamt Dresden hat ein Wohnhaus mit mehr als 200 Bewohnern unter Quarantäne gestellt. Wie die Stadt mitteilte, dürfen alle Bewohnerinnen und Bewohner bis 8. Juni das Gebäude nicht verlassen. Hintergrund sei der Tod eines jungen Mannes, der nach seiner Rückkehr aus Indien an Covid-19 erkrankte. Obwohl er demnach keine Vorerkrankungen hatte, verschlechterte sich sein Zustand sehr schnell und er starb.

Dieser sehr schnelle Verlauf bei zunächst gutem Allgemeinzustand begründet den Verdacht, dass die Infektion auf eine Virusvariante zurückzuführen ist.

Stadt Dresden

Polizei riegelt Gebäude ab

Am Freitag sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner verpflichtend auf Corona getestet werden. So sollen laut Stadtverwaltung etwaige Infektionsketten aufgedeckt und weiter nachverfolgt werden. Die Quarantäne bis nächsten Dienstag sei notwendig, da bis dahin die sogenannte Probensequenzierung, sprich die Ermittlung der möglichen Virusvariante, durchgeführt werden soll. In Abhängigkeit von den Ergebnissen seien unter Umständen weitere Maßnahmen erforderlich, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Dresden. Wieviele Menschen von der Quarantäne betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt laut Stadt in enger Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung sowie der Polizei und dem Brand- und Katastrophenschutzamt.

Updates vom 4. und 5. Juni 2021:

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 03. Juni 2021 | 20:00 Uhr

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