Faust des Ostens Angeklagte im Hooligan-Prozess in Dresden legen Geständnisse ab

Bengalisches Feuer im Dresdner Fanblock
Die Hooligans von "Faust des Ostens" fielen im Umfeld von Dynamo-Spielen durch ihre Gewaltbereitschaft auf. Bildrechte: IMAGO / Robert Michael

Im Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der Hooligan-Gruppierung "Faust des Ostens" (FdO) am Landgericht Dresden haben nach einem 37-Jährigen auch die beiden anderen Angeklagten Geständnisse abgelegt. Sie machten dabei ausführliche Angaben, unter anderem zur Struktur und zu Plänen der FdO, und räumten die gegen sie erhobenen Vorwürfe ein. Die Befragung des 30- und des 31-Jährigen soll am nächsten Verhandlungstag fortgesetzt werden.

Vorwurf des Bandendiebstahls und mehrerer Gewalttaten

Drei Männer sind wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und Gewalttaten sowie gefährlicher Körperverletzung und schweren Bandendiebstahls angeklagt. Die FdO soll gewaltsame Übergriffe auf Anhänger anderer Fußballmannschaften vor allem aus dem Westen, aber auch Polizisten und Ausländer geplant haben. Dies geschah im Umfeld von Fußballspielen des damaligen Zweitligisten Dynamo Dresden.

Konkret sollen der 30-Jährige und der 31-Jährige an einer Attacke auf ausländische Diskobesucher im April 2011 beteiligt gewesen sein sowie der 30-Jährige und ein 37-Jähriger an einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Fans des Vereins Erzgebirge Aue zu Himmelfahrt 2012 im Hauptbahnhof in Dresden.

Der Ältere hatte zum Prozessauftakt am Montag über seinen Verteidiger erklären lassen, dass er der FdO angehört hat. Danach hält er es auch für möglich, dass er bei dem Übergriff 2012 dabei war. Der Prozess soll am 15. April fortgesetzt werden.

Quelle: MDR/dpa/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | in den Nachrichten | 29. März 2021 | 09:00 Uhr

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