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Am Rande des Spiels von Dynamo Dresden am 16. Mai kam es zu heftigen Ausschreitungen. Bildrechte: dpa

Fußball

Dresden will Dynamo-Ausschreitungen bei Anhörung aufarbeiten

von MDR SACHSEN

Stand: 08. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Die Ausschreitungen am Rande des Fußballspiels von Dynamo Dresden Mitte Mai erschütterten ganz Deutschland. Immer wieder wurde in der Folge gefordert, dass Verein, Stadt und Polizei an einem Strang ziehen sollten, um solche Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden. Ein erster Schritt in diese Richtung ist eine Anhörung von Sachverständigen. Am Montag treffen sie erstmals zusammen.

Nach den Krawallen am Rande des Fußballspiels von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München am 16. Mai werden die Ereignisse jetzt in einer Sachverständigenanhörung der Stadt aufgearbeitet. Wie die Verwaltung mitteilte, findet die Anhörung am 11. Oktober unter Leitung von Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) statt. Der Stadtrat hatte sich zuvor mehrheitlich für die Anhörung ausgesprochen.

Stadt, Verein und Polizei wollen besser zusammenarbeiten

"Die Aufarbeitung der Ereignisse ist wichtig und hat unmittelbar nach dem 16. Mai auch auf vielen Ebenen begonnen. Dazu gehört die konsequente Strafverfolgung genauso wie die kritische Betrachtung der Umstände, wie es zu solchen Gewaltausbrüchen kommen konnte. Die Sachverständigenanhörung des Stadtrates ist ein Baustein in diesem Prozess", sagte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Wichtig sei auch der Blick in die Zukunft und die Frage, wie Verein, Polizei und Stadt künftig miteinander arbeiten wollten. "Hier erlebe ich auf allen Seiten eine große Offenheit und den Willen, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen", sagte Hilbert.

Dresdens Polizeipräsident Jörg Kubiessa ergänzt:

Bildrechte: dpa

Mit der Gewalt und 185 verletzten Kolleginnen und Kollegen als deren Folge war der 16. Mai für die Dresdner Polizei eine Zäsur. Zäsur bedeutet Einschnitt - aber weniger im Sinne einer Abrechnung, sondern vielmehr als Beginn von etwas Neuem, etwas Besserem.

Jörg Kubiessa | Dresdner Polizeipräsident

Wenn man die Sachverständigenanhörung als Chance für neue Impulse oder Ideen zur Verhinderung von Gewalt begreife, könne man die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Verein, Stadt und Polizei auf ein besseres Fundament stellen, sagte der Polizeipräsident.

Dynamo: Prozess der selbstkritischen Aufarbeitung läuft

Seinen Beitrag leisten möchte auch der Verein. Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend erklärte: "Bestärkt durch die zahlreichen Rückmeldungen und Unterstützungsangebote haben wir den Prozess einer selbstkritischen sowie ganzheitlichen Aufarbeitung unter Einbeziehung aller Netzwerkpartner und organisierten Fans in den vergangenen Monaten konsequent vorangetrieben, um über konkrete Ideen, Maßnahmen und Herausforderungen im Kontext des am 16. Mai 2021 Geschehenen zu sprechen."

Quelle: MDR/sth

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