Öffentlichkeitsfahndung Dynamo-Aufstiegskrawalle: Zwei weitere Verdächtige stellen sich

Nach den Krawallen im Umfeld des Aufstiegsspiels von Dynamo Dresden im Mai läuft die Aufarbeitung. Mit einer Plakatkampagne fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft nach den Tatverdächtigen - offenbar mit Erfolg.

Fans randalieren auf der Lennestrasse in Dresden , die Polizei setzt Wasserwerfer ein
Im Umfeld des Aufstiegsspiels von Dynamo Dresden griffen Randalierer Polizistinnen und Polizisten an. (Archivbild) Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Nach den Ausschreitungen beim Aufstiegsspiel von Dynamo Dresden haben sich zwei weitere Tatverdächtige der Polizei gestellt. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Montag mitteilte, sind die beiden Männer im Alter von 17 und 53 Jahren zweifelsfrei identifiziert. Die beiden Verdächtigen seien nach der Vernehmung wieder entlassen worden.

Hinweise zu allen Verdächtigen

Nach der von Polizei und Staatsanwaltschaft angeschobenen Öffentlichkeitsfahndung hätten sich bereits acht Tatverdächtige gestellt. Insgesamt habe man zu allen Verdächtigen konkrete Hinweise erhalten, hieß es. Diese würden zurzeit geprüft.

Massive Ausschreitungen im Mai

Während und nach dem Drittligaspiel gegen Türkgücü München (4:0) war es Mitte Mai zu massiven Ausschreitungen im Umfeld des Dresdner Stadions gekommen. Dabei wurden laut Polizei 185 Beamtinnen und Beamte verletzt, aber auch Journalisten sowie unbeteiligte Fans. Gewaltbereite Fußballfans hatten aus einer Menge von mehreren tausend Fans rund um das Rudolf-Harbig-Stadion die Polizisten mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen angegriffen.

Kritik an Öffentlichkeitsfahndung

Zum Start der Öffentlichkeitsfahdung hatte die Polizei den Verein kritisiert und ihm mangelnde Kooperationsbereitschaft vorgeworfen. Laut Polizeisprecher Thomas Geithner sei geplant gewesen, ein Fahndungsplakat am Fan-Shop am Stadion anzubringen. Allerdings habe es keine Reaktion gegeben. Dynamo Dresden widersprach dieser Darstellung. Der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend sagte: "Dynamo ist nicht Eigentümer des Stadions. Aber Anfragen diesbezüglich hat es weder bei der Stadion-Betreibergesellschaft noch beim Lizenznehmer des Fan-Shops gegeben. Hätten die uns darüber informiert, hätten wir uns nicht entzogen, sondern das Vorhaben unterstützt."

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 28. Juni 2021 | 16:00 Uhr

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