Uniklinik Sächsisches Kinderpalliativzentrum in Dresden offiziell eröffnet

Die Palliativversorgung für sächsische Kinder und Jugendliche ist laut der Uniklinik in Dresden in den vergangenen 20 Jahren stark ausgebaut worden. Da die Betroffenen jedoch häufig zwischen stationärer Versorgung und ihrem Zuhause hin- und herwechselten, sei eine Beratungslücke entstanden. Diese soll ein neues Kinderpalliativzentrum in Dresden absofort schließen.

(v.l.n.r.) Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand Uniklinikum Dresden, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie seine Frau Annett Hofmann, die Schirmherrin des Sächsischen Kinderpalliativzentrum, Leiterin Dr. Silke Nolte-Buchholtz und Prof. Dr. med. Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie seine Frau Annett Hofmann, die Schirmherrin des Sächsischen Kinderpalliativzentrum, bei der offiziellen Eröffnung. Bildrechte: UKD/Stephan Wiegand

Am Universitätsklinikum Dresden (UKD) ist das Sächsische Kinderpalliativzentrum nach einem Jahr Verzögerung offiziell eröffnet worden. Das Team aus Kinderärzten, Pflegekräften und Sozialpädagogen soll nach Angaben des UKD 14 Kinderkliniken sachsenweit vernetzen und bei der Versorgung von unheilbar erkrankten Kindern unterstützen.

Unterstützung, Vernetzung und Beratung für andere Kliniken

Leiterin Silke Nolte-Buchholtz sagte MDR SACHSEN, man biete für stationär aufgenommene Kinder ärztliche, pflegerische und sozialpädagogische Unterstützung und Beratung. Auch um Weiterbildungen zum Palliativmediziner oder für Pflegende wird sich das Zentrum kümmern, so Nolte-Buchholtz.

Für das landesweite Zentrum arbeiten demnach unter anderen fünf Ärztinnen und Ärzte, sieben Kinderpflegekräfte und zwei Sozialpädagoginnen. Anders als bei Erwachsenen finde Kinderpalliativversorgung nicht nur am Lebensende statt, so die Uniklinik. Eine durchgehende Begleitung und Betreuung sei daher äußerst sinnvoll.

Eröffnung durch Ministerpräsidenten

Das Zentrum arbeitet bereits seit März 2020. Den verspäteten Startschuss gaben am Montag Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und seine Frau Annett Hofmann, die die Schirmherrschaft übernommen hat. Kretschmer sprach von einem großen Gewinn für ganz Sachsen. Wenn Kinder und Jugendliche lebensbedrohlich oder unheilbar erkrankten, breche für sie und ihre Familien eine Welt zusammen, so Kretschmer. "Umso wichtiger ist gerade dann für die Betroffenen eine enge Begleitung und die bestmögliche medizinische Betreuung, im stationären Bereich, aber auch im häuslichen Umfeld."

Quelle: MDR/bj/epd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 14. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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