Sächsisch-Polnische Zusammenarbeit Besserer Kontakt: Niederschlesien eröffnet Regionalbüro in Dresden

Das neue Regionalbüro der Woiwodschaft Niederschlesien soll deutsch-polnische Kontakte zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur fördern und für die Region werben. Sachsen unterhält ein ähnliches Büro bereits in Breslau.

Michael Kretschmer und Cezary Przybylski unterzeichnen die "Gemeinsame Erklärung Sächsisch-Niederschlesische Regionalpartnerschaft"
Ministerpräsident Michael Kretschmer (l.) und sein polnischer Amtskollege Cezary Przybylski unterzeichnen bei der Eröffnung des Regionalbüros Niederschlesiens in Dresden eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit. Bildrechte: Sächsische Staatskanzlei/Pawel Sosnowski

In Dresden ist am Dienstag in unmittelbarer Nähe der Staatskanzlei ein Büro der polnischen Nachbarregion Niederschlesien eröffnet worden. Das neue Büro soll eine Art Botschaft der polnischen Nachbarn in der Landeshauptstadt werden, im Fokus steht der Austausch mit Sachsen. Eine entsprechende Erklärung haben Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und der niederschlesische Marschall Cezary Przybylski unterzeichnet.

Es gehe vor allem um Kontakte zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Das Büro soll aber auch Touristen und Gäste werben und sie in die polnische Nachbarregion locken. Niederschlesien ist seit 21 Jahren Partnerregion des Freistaates.

Gute Erfahrungen in Breslau

In der dortigen Regionalhauptstadt Breslau betreibt Sachsen seit mehr als zehn Jahren ein ganz ähnliches Büro. Es soll ein Schaufenster Sachsens in Polen sein und grenzüberschreitende Projekte unterstützen. Für Ministerpräsident Michael Kretschmer ist das Verbindungsbüro eine gute Investition in die Zusammenarbeit mit der Woiwodschaft Niederschlesien.

Wir haben gesehen, was für eine große Wirkung das Büro in Breslau hat, weil man ständig präsent ist, weil man ständig ansprechbar ist.

Michael Kretschmer Sächsischer Ministerpräsident

Besserer Kontakt dank kurzer Wege

Dass das Büro Niederschlesiens nun mitten im Dresdner Regierungsviertel liegt, ist kein Zufall. Hier begegne man sich regelmäßig und könne sich austauschen, so Ministerpräsident Kretschmer bei der Eröffnung. Er erhofft sich davon eine noch engere Zusammenarbeit mit der Woiwodschaft Niederschlesien, die als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Polens gilt: "Breslau wächst, hat eine unglaubliche Dynamik. Wir können davon profitieren."

Die Wojewodschaft Niederschlesien hat am 15. Juni 2021 ein Regionalbüro in Dresden eröffnet.
Das niederschlesische Regionalbüro ist feierlich in Dresden eröffnet worden. Bildrechte: MDR/Roman Nuck

Aber auch Niederschlesien möchte von den guten Kontakten nach Sachsen profitieren. Kretschmers niederschlesischer Amtskollege Cezary Przybylski sieht deshalb ebensoviel Potential im gegenseitigen Austausch. "Seit vielen Jahren versuchen wir, unseren gemeinsamen Grenzraum mit Sachsen gut zu managen. Ich glaube, dass wir gemeinsam viel mehr erreichen können."

Neben den Bereichen Wirtschaft und Kultur soll der Austausch auch auf Verwaltungsebene geschehen und die gemeinsame Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität umfassen. Außerdem sollen Austauschprogramme in Forschung, Kultur, Bildung und Jugend geschaffen werden. Themen des Klimawandels will man ebenfalls gemeinsam angehen.

Quelle: MDR/rn/vis

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 15. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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