Landgericht Mann mit Liebes-Avancen gelockt und gequält - Duo in Dresden angeklagt

Eine 20 Jahre alte Frau soll einen Mann beim Online-Dating auf ein Liebesabenteuer in eine Wohnung gelockt haben. Dort soll sie mit einem Komplizen den Mann gewaltsam bedroht, erpresst, schwer verletzt und ausgeraubt haben. Gegen die beiden ist nun Anklage von der Staatsanwaltschaft Dresden erhoben worden.

"Der Generalstaatsanwalt des Freistaates Sachsen - Staatsanwaltschaft" steht auf einer Tafel am Amtsgericht in Dresden (Sachsen).
(Symbolbild). Bildrechte: dpa

Die Staatsanwaltschaft Dersden klagt eine 20 Jahre alte Frau und ihren 33-jährigen Komplizen wegen erpresserischen Menschenraubs, schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung an. Das teilte die Behörde am Freitag in Dresden mit. Demnach sollen die Beschuldigten im August einen Mann in eine Wohnung gelockt und ihn dort unter Androhung von Gewalt, Schlägen und Tritten zur Herausgabe von Wertgegenständen und Geld gezwungen haben.

Dabei soll auch das Handy des Opfers im Wert von 350 Euro weggenommen worden sein. Außerdem habe das Duo das Opfer zu einer Überweisung von 400 Euro gezwungen, hieß es.

Kontakt übers Netz

Die Frau wird beschuldigt im Sommer über eine Dating-Plattform Kontakt zum 20 Jahre alten Opfer aufgenommen zu haben. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft lockte sie ihn in ihre Wohnung in Dresden-Friedrichstadt unter dem Vorwand, mit ihm intim zu werden. In der Wohnung soll bereits ihr Komplize gewartet haben. Im Laufe des Abends sollen die beiden Tatverdächtigen den Mann gefesselt und mehrere Stunden lang misshandelt haben. Das Opfer hatte laut Staatsanwaltschaft große Angst und erlitt Schmerzen sowie mehrere Schnittverletzungen.

Täter in Untersuchungshaft

Die beiden Tatverdächtigen wurden einen Tag nach der Tat vorläufig festgenommen. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Beide haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die 20-Jährige ist laut Angaben der Staatsanwaltschaft bereits "erheblich und teilweise einschlägig vorbestraft". Der 33-Jährige ist geringfügig und nicht einschlägig vorbestraft.

Quelle: MDR (kh)/dpa

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