Nach Erkrankung Sachsens Ex-Bischof Rentzing aus Koma erwacht

Carsten Rentzing
Ex-Bischof und Pfarrer Carsten Rentzing ist auf dem Weg der Besserung, sagt seine Familie. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der ehemalige sächsische Landesbischof Carsten Rentzing ist auf dem Weg der Besserung. Der 53 Jahre alte evangelische Geistliche ist nach einem plötzlichen Herzstillstand vor gut einer Woche nicht mehr im künstlichen Koma, teilte die Sprecherin des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes Sachsens, Tabea Köbsch, mit. Nach Auskunft von Rentzings Familie müsse er nicht mehr beatmet werden.

Fürbitten für die Familie

Weitergehende Informationen gab die Landeskirche zum Schutz der Privatsphäre nicht. Es werde jedoch weiterhin zur Fürbitte für Rentzing und seine Familie aufgerufen. Die hatte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur idea gesagt, sie sei davon überzeugt, dass die zahlreichen Gebete zur jetzigen Entwicklung beigetragen hätten.

Der 53 Jahre alte Rentzing hatte am Ostermontag zu Hause einen Herzstillstand erlitten, musste wiederbelebt werden und wurde ins künstliche Koma versetzt. Der evangelische Theologe war bis 2019 sächsischer Landesbischof. Sein Bischofsamt hatte er im Oktober 2019 nach gut vier Jahren zur Verfügung gestellt. Hintergrund waren von ihm als Student verfasste Texte, die das Landeskirchenamt als "elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich" sowie als "aus damaliger und aus heutiger Sicht unvertretbar" einstufte. Carsten Rentzing hat sich inzwischen von den Texten distanziert.

Pfarrer Rentzing.
Rentzing ist wieder Pfarrer der sächsischen Landeskirche und seit November 2020 als Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD ) für die Stärkung der Kontakte zu lutherischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa zuständig. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/kk/epd/KNA

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