Luftqualität Feinstaubmessungen mit Rucksack in der Dresdner Neustadt

In der Dresdner Neustadt werden in den kommenden Wochen Mitarbeitende des Leibnitz-Institus für Troposphärenforschung mit Messrucksäcken unterwegs sein. Sie wollen die Luftqualität im Stadtteil untersuchen. Vor allem an Sonnabenden verschlechtert sich die Luftqualität im Vergleich zur Woche regelmäßig. Diesem Phänomen wollen die Forschenden auf den Grund gehen.

Ein Mann trägt einen Rucksack für Feinstaubmessung
Im vergangenen Jahr waren die Forschenden schon in Leipzig mit Messrucksäcken unterwegs. Bildrechte: LfULG/Burkhard Lehmann

Mit mobilen Messrucksäcken wird in den kommenden Wochen die Luftqualität in der Dresdner Neustadt untersucht. Wie das Landesumweltamt Sachsen mitteilte, werden die Untersuchungen von Mitarbeitenden des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (Tropos) durchgeführt. Die Messrucksäcke seien mit Geräten zur Bestimmung der Feinstaub- und Rußkonzentration ausgestattet und sollen Aufschluss über zeitliche und räumliche Schwankungen der Luftqualität geben. Bis September sollen die Messungen dauern, hieß es.

Grillen und Feuer sorgen für höhere Belastung

Im Sommerhalbjahr steigen laut Umweltamt die Konzentrationen von Ruß- und Staubpartikeln an Sonnabenden im Vergleich zu restlichen Woche immer wieder an. Als mögliche Quellen vermutet das Amt unter anderem offene Feuer und Holzkohlegrills. Diese Annahme habe sich bereits bei mobilen Messungen im vergangenen Jahr in der Nähe von Kleingartenanlagen in Leipzig-Gohlis bestätigt. Die mobilen Messungen in Dresden sollen nun weitere Hinweise liefern.

Holz brennt in einer Feuerschale.
Sommerzeit ist Lagerfeuerzeit - Das Landesumweltamt vermutet, dass die Grill- und Feuersaison für höhere Schadstoffwerte verantwortlich ist. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Michael Eichhammer

Luftverschmutzung durch Verkehr nimmt ab

Die Langzeitmessungen an verkehrsnahen Luftmessstationen in Sachsen zeigten, dass die Luftschadstoffkonzentrationen in den letzten 10 bis 15 Jahren, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten, abgenommen hätten, teilte das Landesumweltamt mit. Neben dem Verkehr würden aber andere Schadstoffquellen an Bedeutung gewinnen. Besonders an Sonnabendabenden seien die Werte für Ruß und die Partikelanzahl an den Dresdner Messstationen im Durchschnitt anderthalbmal so hoch wie an Werktagen zu den Hauptverkehrszeiten.

Grillen ohne Rußbelastung?

Grillgut liegt auf einem Grill. 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 11. Juni 2021 | 11:00 Uhr

3 Kommentare

Freiheit stirbt mit Sicherheit vor 1 Wochen

Steuer ist immer gut!

Das könnte man ja auch mal bei Corona versuchen!

Graf von Henneberg vor 1 Wochen

Entweder verbieten ja, oder Co2- und Feinstaubsteuer verlangen. Pauschal von jedem Haushalt.

Freiheit stirbt mit Sicherheit vor 1 Wochen

"Als mögliche Quellen vermutet das Amt unter anderem offene Feuer und Holzkohlegrills."

Na dann, verbieten...

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