Investor gefunden Dresden bekommt einen Fernbusterminal

Fernbusse in Dresden
Ab 2025 sollen Fernbusse nicht mehr an der Südseite des Dresdner Hauptbahnhofs, der Bayrischen Straße, halten. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Am Dresdner Hauptbahnhof soll bis 2025 ein Fernbusbahnhof auf der circa 4.800 Quadratmeter großen Fläche an der Westseite des Wiener Platzes entstehen. Wie der Leipziger Investor S&G Development mitteilte, soll das "moderne Gebäudeensemble" neben zehn überdachten Bussteigen und einem Fahrradparkhaus mit 800 Plätzen ebenfalls Raum für Büros und dazugehörige Serviceangebote bieten. Das Investitionsvolumen betrage rund 80 Millionen Euro und sei damit "die aktuell größte gewerbliche Projektentwicklung in Sachsen". Baubeginn des Großprojekts sei für das zweite Quartal 2022 angesetzt, so der Investor.

Der Entwurf für das Großprojekt an der Westseite des Wiener Platzes stammt vom Dresdner Architekturbüro Knerer und Lang.

alter und möglicher neuer Standort des zentralen Fernbusbahnhofes in Dresden in der Draufsicht
Auf der rund 250 Meter langen Brachfläche, hier mit MK 1 gekennzeichnet, soll das neue Fernbusterminal entstehen. (Archivbild) Bildrechte: Stadt Dresden

Dresdens Baubürgermeister zufrieden

Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden, sieht den Bau des Gebäudekomplexes als "eine Schlüsselinvestition für eine nachhaltige Mobilität". Städtebaulich sei das Vorhaben ein wichtiger Beitrag, das Umfeld des Hauptbahnhofes und des Wiener Platzes aufzuwerten, so Kühn.

S&G Development GmbH Die S&G Development GmbH ist eine Projektentwicklungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main und Leipzig. Nach eigenen Angaben unterstützt sie Investitionsvorhaben "für eine große Bandbreite an Projekten" im Bereich Immobilien. Die Firma ist unter anderem für den Bau des Ferbusterminals an der Brandenburger Straße in Leipzig verantwortlich. Quelle: S&G Development GmbH

Quelle: MDR/kh/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.03.2021 | ab 18:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

7 Kommentare

Matrox5 vor 5 Wochen

In der Tat eine „kühne“ Behauptung, im Busterminal neben dem Hauptbahnhof eine „Schlüsselinvestition für eine nachhaltige Mobilität“ zu sehen. In Wirklichkeit wird nur die Gewinnmaximierung des gift-grünen, durch Spekulationsgelder gepamperten Quasi-Monopolisten gefördert. Dieser betreibt Rosinenpickerei, da er natürlich nur lukrative Strecken bedient - im Gegensatz zur Bahn, die nach einem flächendeckenden Fahrplan fahren muss. Dabei schadet er uns Steuerzahler, da jeder abgeworbene Passagier nicht mehr zur Kostendeckung der Bahn beiträgt. Wenn sich in Nach-Corona-Zeiten wieder die lärmenden, stinkenden Dieselbus-Flotten in der Innenstadt ausbreiten, kommt man schnell zu dem Schluss: Der umweltfreundlichste Fernbus ist der, der nicht fährt.

Bernd_wb vor 5 Wochen

Noch ne Anmerkung zu der Statistik. Der Bus fährt zu Zeiten wo viele Fahrgäste zu erwarten sind. Heisst er deckt verkehrsschwache Zeiten nicht ab. In diesen Zeiten braucht man die Bahn und Zahlen pro Fahrgast werden falsch. Nannte man früher Milchmädchenrechnung

Bernd_wb vor 5 Wochen

Ganz einfach, die Transportkapazität von Zügen ist größer. Wohl auch die Sicherheit. Auf der A4 gibt es eine grosse Stauanzahl. Und bei der Bahn wurde extrem Wissen vernichtet. Vor 40 bis 50 Jahren gab es Schneezäune und den Spruch der Bahn Alle reden vom Wtter wir nicht. Dass dieser Spruch nicht mehr gilt ist für mich eine Bankrotterklärung. Und die schneereiche Schweiz hat im Winter kaum Probleme. Davon kann man wenn man will lernen. Die Regel sollte sein da wo die Bahn fährt fährt die Bahn, wo es keine Bahn gibt nimmt man Busse alles andere schadet dem Klima. Was wir brauchen ist eine Bahnreform. Da wurde in den letzten Jahren zu viel zerstört

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