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Rettung vor Hochwasser

Monsterfisch an Dresdner Elbufer heißt "Erwin 23"

Stand: 05. Februar 2021, 15:58 Uhr

Das ist Kunst und soll nicht einfach davonschwimmen. Die Stadtverwaltung findet den Fisch "cool" und hat Kontakt zu seinen Erbauern. Die haben nun den Namen des Riesenfischs verraten. Bildrechte: dpa

Der Fisch am Elbufer unweit des weltbekannten Canaletto-Blicks in Dresden heißt "Erwin 23". Die Schöpfer dieses Kunstobjektes haben sich nun zum lila Monsterfisch bekannt und bei der Stadtverwaltung Dresden gemeldet. Eine Rathaussprecherin sagte, der Fisch aus Holz und Stoff sei ein Werk des KünstlerInnen-Kollektivs HRB+C aus der Dresdner Neustadt. Nun wollen sie die Installation vor dem nahenden Hochwasser retten.

Da ist Eile geboten, sonst ist er schneller in seinem Element, als es den Künstlern lieb ist.

Sprecherin der Stadt Dresden

Die Elbe führt aufgrund von Tauwetter und Regen in ihrem Einzugsgebiet in Tschechien Hochwasser. Am Pegel Schöna wurde der Richtwert für die unterste Alarmstufe am frühen Freitagmorgen überschritten, am Vormittag waren es dort 4,25 Meter. In Dresden erwarten die Hydrologen derzeit den Höchststand für Sonnabendabend bei 4,67 Metern. Damit könnte es auch "Erwin 23" am Elbufer nass um Flossen und Riesenmaul werden.

Das Hochwasser der Elbe schwappt langsam - aber unaufhörlich - an den Fisch am Ufer heran. Bildrechte: dpa

Bei Tauchgang soll Fisch Partnerstadt Hamburg grüßen

Die Stadt hatte das Auftauchen des Fisches am Elbufer Anfang der Woche als "coole" Aktion gewertet, allerdings der Ordnung halber die Urheber gebeten, sich zu melden. Denn auch "Erwin 23" benötigt die behördliche Zustimmung für seinen Aufenthalt im Landschaftsschutzgebiet. Dabei sei der Verwaltung von Anfang an klar gewesen, dass der Fisch kein Dauergast ist: "Spätestens beim nächsten Hochwasser wird er zurück ins Meer schwimmen", vermutete man im Rathaus.

Nun dankte die Stadt dem Fisch "für die Freude, Überraschung und seinen Besuch", weil er in den trüben Tagen Besucherinnen und Besuchern am Elbufer ein Lächeln geschenkt habe. Und: "Sollte er doch noch auf die Reise elbabwärts gehen, grüße er unsere Partnerstadt Hamburg", bat die Rathaussprecherin.

Dem einen gefällt es, dem nächsten nicht. Und über Kunst oder nicht Kunst lässt sich immer trefflich streiten. Berührt der Fisch zu Diskussionen, Foto und Lächeln, liegt er da nicht umsonst. Gerade in diesen angespannten Zeiten. Das finden wir auch als Stadtverwaltung cool.

Amt für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Protokoll | Landeshauptstadt Dresden

Nicht füttern und nicht anfassen. Gucken war aber erlaubt. Viele Spaziergänger blieben neugierig vor "Erwin 23" stehen. Bildrechte: MDR/Tino Plunert

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSENMDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.02.2021 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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