Vandalismus Mit Hammer und Flex: Goldener Reiter in Dresden beschädigt

Das vergoldete Reiterstandbild Augusts des Starken ist ein Wahrzeichen Dresdens. Jetzt hat es ein Mann mit Winkelschleifer und Hammer "bearbeitet". Es ist nicht der erste Fall von Vandalismus an dem Denkmal.

Das Standbild "Goldener Reiter" in Dresden.
Das Standbild Goldener Reiter in Dresden. Bildrechte: MDR/Tino Plunert

In Dresden ist das Standbild Goldener Reiter beschädigt worden. Zeugen hatten nach Polizeiangaben am Sonntagvormittag beobachtet, wie ein Mann mit einem Winkelschleifer und einem Hammer an dem Denkmal hantierte. Die alarmierten Beamten konnten ihn noch in der Nähe des Tatortes stellen.

Beschädigt, aber weiter standsicher

Das Standbild "Goldener Reiter" in Dresden.
Der Täter machte sich an einem Hinterhuf des Pferdes zu schaffen. Bildrechte: MDR/Tino Plunert

Laut Polizei hatte der 54-Jährige augenscheinlich versucht, einen Huf des Pferdes abzutrennen. Er habe dabei etwas Material abgetragen. Die genaue Schadenshöhe ist demnach bisher unklar. Die Standsicherheit des Goldenen Reiters sei aber nicht beeinträchtigt. Ein Sachverständiger soll in den kommenden Tagen den gesamten Umfang der Beschädigungen ermitteln. Die Polizei ermittelt gegen den Tatverdächtigen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Es war nicht der erste Fall von Vandalismus an dem Denkmal. So war 2011 und 2019 die Schwertscheide des Reiters abgebrochen worden. Ein anderer Täter brach einem der Löwenköpfe am Denkmalsockel einen Zahn aus.

Ein Prunkstück aus der Zeit des Barock

Der Goldene Reiter ist eines der bekanntesten Denkmäler Dresdens. Das Standbild zeigt den sächsischen Kurfürsten und polnischen König August der Starke in römischer Rüstung auf einem sich aufbäumenden Pferd. Es steht seit 1736 am Neustädter Markt. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs war der Goldene Reiter in einen Stollen in Pillnitz ausgelagert, in den 1950-er Jahren dann wieder zusammengebaut und restauriert worden. Die letzte umfassende Instandsetzung des blattvergoldeten Standbildes gab es 2001 bis 2003.

Quelle: MDR/stt/afp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 17. Mai 2021 | 12:30 Uhr

42 Kommentare

omg vor 18 Wochen

Hallo, Volker S., Klugheit ist relativ. Ich würde mich nicht unbedingt als klug bezeichnen. Was bedeutete dies? Wie beurteilen Sie Klugheit? In Bezug auf bestimmte Fakten ist es sicher so, daß ich sie kenne und andere Menschen nicht, aber auch ich kenne vieles nicht, das andere kennen. Wenn Sie ausdrücken wollen, daß wir unser gesellschaftliches Verhalten so ausrichten müssen, daß wirklich jeder Mensch wirklich alles versteht, was von auch nur einem anderen verstanden wird, dann müssen wir wohl alle Zivilisation abschaffen und zu vorsteinzeitlicher Lebensweise zurückkehren. Wie Sie im Übrigen meinem Beitrag entnehmen konnten, habe ich einen Vorschlag gemacht, einer vermuteten Unwissenheit in Bezug auf das konkrete Objekt (und vielleicht auch auf ähnlich veredelte) Abhilfe zu schaffen, also, wie Sie es vielleicht ausdrücken würden, Klugheit zu verbreiten.

Norbert 56 NRW vor 18 Wochen

Nun was ich muss oder nicht, braucht mir kein Soziologe zu erklären, ebenso wenig brauche ich Nachhilfe im meiner Argumentation. Ihre verdrehte Ansicht ist für mich indiskutabel. Solch ein Vandalismus ist was es ist, halt asozial. Und wenn das Reiterstandbild aus billigem Balsaholz wäre, hat da keiner was dran verloren.

Volker S. vor 18 Wochen

"asozial" ist in meinen Augen auch bei einer sachlichen Diskussion auf unterem Schubladenniveau zu argumentieren ("Wenn Sie diese nicht hatten, tja dann ...), Norbert 56 NRW.

Wieso ich Verständnis entgegenbringen kann, habe ich oben schon erläutert.

Sie müssen im Zusammenhang lesen und vor allem denken, Norbert 56 NRW.

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