Juwelendiebstahl Geplünderte Vitrine im Grünen Gewölbe wieder bestückt

Anderthalb Jahre nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden ist die geplünderte Vitrine repariert worden. Die Sammlung aber bleibt unvollständig. Denn von den geraubten Schmuckstücken fehlt noch immer jede Spur.

Vitrine im Grünen Gewölbe
Knöpfe, Schnallen und Perlenketten sind zurück in der reparierten Vitrine im Grünen Gewölbe. Bildrechte: picture alliance/dpa/Staatliche Kunstsammlungen Dresden | Alexander Peitz

Knapp anderthalb Jahre nach dem Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe in Dresden ist die geplünderte Vitrine im Juwelenzimmer repariert und wieder bestückt worden. Teile der Diamantrosen- und Brillantgarnitur sowie des Diamantschmucks mit den Perlen der Königinnen konnten an ihren alten Platz zurückkehren:

Die zerstörte Vitrine ist repariert und auch so präpariert, dass nichts mehr passieren kann.

Dirk Syndram Direktor des Grünen Gewölbes

Ausstellung mit Lücken

Doch es bleiben leere Stellen. Wo einst Degen, Epaulette und Brustschleife lagen, klaffen nun unschöne Lücken:

Die Vitrine im Historischen Grünen Gewölbe vor und nach dem Einbruch

Die vom Kunstdiebstahl betroffene Vitrine des Historischen Grünen Gewölbes in Dresden vor dem Einbruch mit allen Schmuckstücken
Bildrechte: SKD und MDR SACHSEN
Die vom Kunstdiebstahl betroffene Vitrine des Historischen Grünen Gewölbes in Dresden vor dem Einbruch mit allen Schmuckstücken
Bildrechte: SKD und MDR SACHSEN
Die vom Kunstdiebstahl betroffene Vitrine des Historischen Grünen Gewölbes in Dresden. Die gestohlenen Schmuckstücke sind ausgegraut
Bildrechte: SKD und MDR SACHSEN
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Die Lücken sind zu sehen und schmerzlich. Wir sind aber erleichtert, dass wir mit der wiederhergestellten Vitrine die erhaltenen Stücke unserem Publikum wieder präsentieren können.

Dirk Syndram Direktor des Grünen Gewölbes

Bei dem Einbruch in die Schatzkammer am 25. November 2019 waren Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunders von unschätzbarem Wert erbeutet worden. Bis heute fehlt von ihnen jede Spur.

Ermittlungen gehen weiter

Die Polizei nahm rund ein Jahr nach dem Einbruch vier Männer als Tatverdächtige fest. Sie gehören der arabischstämmigen Remmo-Großfamilie an. Nach einem weiteren Clan-Angehörigen wird international gesucht.

Die Ermittler fahnden zudem nach vier Männern, die einen Tag vor dem Juwelendiebstahl das Grüne Gewölbe ausgespäht haben sollen. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei einem der vier Männer um einen Verwandten eines Hauptbeschuldigten handelt.

Quelle: MDR/dpa/ges

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 16. April 2021 | 19:00 Uhr

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