Stadtrat Dresden Haltestellen-Streit: Neubauten mit Gründächern sollen kommen

Menschen an Straßenbahnhaltestelle
Bildrechte: MDR SACHSENSPIEGEL

Die mehr als 800 Wartehäuschen der Dresdner Verkehrsbetriebe werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Das hat der Stadtrat entschieden. Er stimmte dafür, die Werbeflächen der Unterstände neu auszuschreiben. Durch die Neuvergabe der öffentlichen Werbeflächen in Dresden soll der städtische Haushalt profitieren. Bisher nimmt die Stadtverwaltung durch einen Vertrag mit der Haltestellen-Betreibergesellschaft Wall GmbH eine Million Euro pro Jahr ein. Künftig sollen es mit einer neuen Betreibergesellschaft zweieinhalb Millionen Euro sein.

Bestehende Wartehäuschen werden ersetzt

Der Vorschlag der Linken und der SPD, die existierenden Unterstände zu kaufen und selbst zu betreiben, fand keine Mehrheit. Stattdessen soll jetzt eine Privatfirma die alten Unterstände durch moderne Haltestellen ersetzen. Diese sollen mit WLAN und Touchscreens ausgestattet werden. Die Dachflächen sollen mit Photovoltaikanlagen bestückt oder begrünt werden. Rund 670 Dresdner Haltestellen haben bisher gar kein Wartehäuschen. Im Falle einer Neuausstattung könnte sich das an vielen Stellen ändern.

Im Vorfeld der Stadtratsentscheidung wurde in Dresden über die Zukunft der Haltestellen heftig gestritten. Weil die Verträge für die Außenwerbung Ende 2022 auslaufen, musste die Stadt jetzt über eine neue Ausschreibung entscheiden. Die Grünen, CDU und FDP im Stadtrat wollten die alten Unterstände demontieren und ersetzen. Sie seien zum Teil mehr als 20 Jahre alt, nicht mehr zeitgemäß und nicht ökologisch. Zudem stelle sich die Frage der Wirtschaftlichkeit, hieß es von den Fraktionen.

Quelle: MDR/kt/kw

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