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Aus dem Bus heraus filmte ein Polizist bei der Kontrolle auf der A4 in die Fahrerkabinen hinein, um Verstöße festzustellen. Bildrechte: MDR/Christof Stumptner

Tag der Ablenkung

84 Handyverstöße bei Kontrollaktion der Polizeidirektion Dresden

von MDR SACHSEN

Stand: 12. Oktober 2021, 18:25 Uhr

Mit dem Handy während der Autofahrt zu telefonieren oder SMS zu tippen, ist kein Kavaliersdelikt. Laut Polizei werden inzwischen mehr schwere Verkehrsunfälle durch diese elektronische Ablenkung verursacht als durch Alkohol. Die Polizei Dresden hat deshalb am Dienstag einen "Tag der Ablenkung" veranstaltet und an vielen Orten in Sachsen kontrolliert.

In Dresden und in den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Polizei am Mittwoch Auto-, Lkw-, aber auch Radfahrer kontrolliert. Das Augenmerk lag auf Ablenkungen während der Fahrt. Mehr als 200 Beamtinnen und Beatme waren zu diesem von der Polizei ausgerufenen "Tag der Ablenkung" im Einsatz.

Kontrolle in drei Landkreisen

Dabei stellten die Einsatzkräfte bis 14 Uhr insgesamt 202 Ordnungswidrigkeiten fest, teilte die Polizei mit. 84 Mal handelte es sich dabei um Handyverstöße, also Fälle, in denen Auto-, Lkw- oder Radfahrer ein Handy in der Hand oder am Ohr hatten. 76 Verstöße gab es dabei in Dresden, sechs im Landkreis Meißen und zwei im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Auf der Autobahn 4 war ein Bus im Einsatz, der vor allem den Lastwagenverkehr kontrollierte.

Unser Ziel ist es mit der Kontrolle, ein Spiel zwischen Leben und Tod aufzudecken. Denn nichts Anderes ist es, wenn man sich als Kraftfahrzeugführer dafür entscheidet, ein Handy während der Fahrt zu nutzen.

Gerald Baier | Leiter der Dresdner Verkehrspolizei

Auf einem Rastplatz werteten die Polizisten die Videoaufnahmen aus. Bildrechte: MDR/Christof Stumptner

Unfälle durch Handy-Ablenkung verursacht

Während etwa neun Prozent aller schwereren Verkehrsunfälle durch Alkohol verursacht werden, seien es bei Ablenkung elf Prozent. "Der Topkiller Ablenkung ist bereits jetzt dabei, die anderen Topkiller zu überflügeln. Er hat auch bei den Folgen das Potenzial dazu, schlimmer zu sein als schwere Unfälle, die durch Alkohol verursacht werden", sagte der Chef der Dresdner Verkehrspolizei, Gerald Baier. Bei Verstößen droht den Fahrern mindestens 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Polizei: Lkw-Fahrer als tickende Zeitbomben

Mit Blick auf die Lkw-Fahrer sagte Gerald Baier: "Lkw-Fahrer, die mit 40 Tonnen unterwegs sind, und dazu noch mit dem Handy abgelenkt sind: Das sind Zeitbomben." Es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich mal wieder der Verkehr staue oder stocke und es schwere Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang gebe, meinte Baier.

Quelle: MDR/sth/cs

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 12. Oktober 2021 | 17:30 Uhr

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