22.07.2019 | 13:28 Uhr Deutsche Bahn geht mit gebrauchten Zügen auf neue IC-Linie Dresden - Rostock

Doppelstock-Zug im Design der DB AG
So sollen die gebrauchten Züge aussehen, wenn sie ab 2020 für die DB AG zwischen Dresden und Rostock fahren. Bildrechte: DB/Priegnitz, Bearbeitung: N+P Industrial Design

Die Deutsche Bahn kauft 17 gebrauchte Doppelstockzüge für die neue Intercity-Linie zwischen Dresden und Rostock. Wie die Deutsche Bahn am Montag mitteilte, sollen die wenige Jahre alten Züge ab Frühjahr 2020 im Zweistundentakt zwischen Dresden und Rostock über Berlin und Oranienburg fahren. Die Züge des Schweizer Herstellers Stadler Rail sind bis zu 200 Stundenkilometer schnell und bestehen aus vier oder sechs Wagen mit gut 300 beziehungsweise 500 Sitzplätzen. Auch ein gastronomischer Service ist vorgesehen. Beim jetzigen Betreiber verfügen die Züge über eine Café-Abteil. Nach dem Kauf von der Westbahn werden die Züge für den Einsatz bei der DB AG angepasst. Zudem wird das Personal auf den Triebwagen geschult.

Westbahn kauft sich neue Züge

Zwischen Fahrplanwechsel im Dezember und dem Start der österreichischen Züge im Frühling sollen zunächst alte Intercity-Garnituren übergangsweise eingesetzt werden. Zwischen Dresden und Berlin besteht gemeinsam mit der etablierten Eurocity-Linie Prag - Hamburg dann ein Stundentakt.

Die Westbahn, die seit 2011 in Konkurrenz zu den Österreichischen Bundesbahnen insbesondere zwischen Salzburg und Wien fährt, schafft sich Medienberichten zufolge schnellere Züge eines Schweizer Herstellers an. Ursprünglich war von chinesischen Zügen die Rede gewesen.

Da die DB AG vor einigen Monaten eine passgenaue Ausschreibung für gebrauchte Doppelstocktriebwagen veröffentlicht hatte, war in Bahnkreisen schon länger vermutet worden, dass gebrauchte Westbahn-Züge zur DB AG wechseln könnten.

Quelle: MDR/lam

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