Neue Impfangebote Lange Schlangen an neuen Impfzentren in Dresden, Chemnitz und Leipzig

Nach langem Zögern der Politik nimmt die Impfkampagne in Sachsen wieder Fahrt auf. In Chemnitz, Dresden und Leipzig haben am Mittwoch Impfzentren beziehungsweise Impfstationen geöffnet. Der Andrang von Impfwilligen ist groß. In den Regionen gibt es weiterhin mobile Angebote.

Wartende vor Impfzentrum Dresden
Seit 7 Uhr warteten Menschen in Dresden auf Einlass ins neue Impfzentrum auf der Messe. Bildrechte: MDR/Florian Glatter

Auf dem Messegelände in Dresden ist am Mittwoch das Impfzentrum wiedereröffnet worden. Dort können sich Bürger montags bis sonnabends jeweils von 10 bis 18 Uhr gegen Corona impfen lassen - laut DRK 700 pro Tag. Messechef Ulrich Finger sagte MDR SACHSEN, insgesamt fünf Impfteams arbeiteten zeitgleich in der Messehalle 3. Für Impfwillige gibt es einen Messeparkplatz, zudem ist das Areal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Am Mittwoch warteten bereits ab 7 Uhr die Menschen in Kälte und Regen auf den Beginn der Impfaktion.

Ruckeliger Start wegen PC-Problemen

Vorbeikommen können alle ab zwölf Jahren. Verimpft werden die Vakzine von Biontech, Moderna und Johnson&Johnson. Das Impfen begann etwas verzögert. Ursache waren den Angaben zufolge technische Probleme an den Computern, die zur Registrierung der Patienten dienen. Mittlerweile seien die Probleme behoben. Ehrenamtliche der Malteser und des DRK kooperierten erstmals bei einem solchen Impfangebot, hieß es.

Das DRK betreibt nach eigenen Angaben auch seine Impfstation auf dem Campus der TU in Dresden weiter. Dort liege die Kapazität bei 500 Impfungen am Tag.

Wartende vor Impfzentrum Dresden
Auch gegen Mittag ließ der Andrang in Dresden nicht nach. Bis zu 700 Impfungen sollen je Tag möglich sein. Bildrechte: MDR/Florian Glatter

Zwei Impfstationen in Leipzig

In Leipzig haben am Mittwoch zwei feste Impfstationen eröffnet: Eine befindet sich im Stadtbüro am Burgplatz und wird vom DRK betrieben. Die andere Impfstation in der Arena Leipzig hat die Stadt eingerichtet. Weitere kommunale Impfstationen sind in Planung.

Warteschlange vor Neuem Rathaus in Leipzig
In Leipzig bildeten sich lange Schlangen vor der Impfstation am Burgplatz. Bildrechte: MDR/Sylvia Stadler

Und auch in Markkleeberg gibt es jetzt eine feste Impfstation. Dort impft das DRK seit Donnerstag täglich von montags bis sonnabends im Großen Lindensaal im Rathaus.

Menschen stehen vor einem Haus
Auch in Markkleeberg war Geduld vorm Impfen gefragt. Bildrechte: MDR/Sylvia Stadler

In Chemnitz muss die Polizei aufgebrachte Bürger beruhigen

Die Stadt Chemnitz hat am Mittwoch eine feste Impfstelle in Betrieb genommen. Standort ist ein ehemaliger Supermarkt in Altchemnitz, der bereits Anfang des Jahres als Impfzentrum diente. Wie es aus dem Rathaus hieß, übernimmt dort zunächst ein mobiles Impfteam des DRK die Arbeit. Damit können 250 Impfungen pro Tag durchgeführt werden. Am ersten Tag verzögerte sich der Start. 300 Menschen warteten seit dem Morgen, gegen 11 Uhr mussten nach Reporterangaben viele Menschen nach Hause geschickt werden mussten. Die Abgewiesenen reagierten teils sehr empört. Am Eingang mussste die Polizei aufgebrachte Bürger zurückhalten.

Zwei Polizeibeamte schauen auf einen Platz mit Menschen
Die Polizei beobachtete den Impfstart in Chemnitz. Menschen waren aufgebracht, weil sie weggeschickt wurden. Bildrechte: Harry Härtel

In den nächsten Tagen soll ein zweites Team in Chemnitz dazustoßen, wodurch sich die Kapazität verdoppeln wird. Für die Impfstelle soll in Kürze ein Terminbuchungsportal freigeschaltet werden. Bis dahin erfolgt die Abfertigung Impfwilliger durch Wartenummern.

Impfwillige müssen häufig lange warten

Das DRK kann aktuell noch keine Angaben machen, wann eine Terminbuchung für Impfzentren möglich sein wird. Geplant sei dies ab Freitag. Derzeit müsse die Software durch IT-Firmen fit gemacht werden, um auch dem erwarteten Ansturm standhalten zu können, so Sprecher Kai Kranich.

Das DRK bietet weiterhin in den Regionen Sonderimpfaktionen an, warnt aber vor starkem Andrang und weist darauf hin, dass vielerorts geeignete Wartebereiche fehlen. Mitunter reicht auch der Impfstoff nicht. Kranich sagte, es sei dann für die Impfteams sehr frustrierend, wenn Wartende weggeschickt werden müssen, weil der Impfstoff nicht ausreicht.

Es muss mit erheblichen Wartezeiten gerechnet werden. In einigen Fällen kann es sein, dass Sie bereits vor Ende der ausgewiesenen Impfzeit abgewiesen werden, da die Tageskapazität erreicht ist. Vielerorts steht kein beheizter und bestuhlter Wartebereich zur Verfügung.

DRK Sachsen

Wie Sachsen-Anhalt und Thüringen impft

Quelle: MDR/lam/fg

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 01. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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