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Tiernachwuchs

Zarte Lele kämpft sich ins Faultier-Leben im Zoo Dresden

von MDR SACHSEN

Stand: 16. Oktober 2021, 07:41 Uhr

Kaum so groß wie ein Stück Butter war Lele, als sie auf die Welt kam. Sie drohte wie ihr Zwillings-Geschwisterchen zu sterben. Doch Tierarzt und Tierpflegerinnen im Zoo Dresden geben alles, um das Faultier aufzupäppeln. Das hat schon erste Geschmacksvorlieben entwickelt. Und das Herz seiner Tierpflegerin erobert.

Und ist das Zweifingerfaultier noch so klein, Kuscheldecke, Nähe und Wärme müssen sein. Bildrechte: Zoo Dresden

Im Zoo Dresden geben sich Tierpfleger-Team und Tierärzte alle Mühe, ein kleines Faultierbaby aufzupäppeln. Das Junge wurde am 11. September geboren und wog nur 280 Gramm. 400 Gramm wären normal, sagt der Zoo Dresden. Er hat das Kleine auf den Namen Lele getauft. Es hätte eigentlich auch noch einen Zwilling gehabt. "Doch der hat die Geburt nicht überlebt. Faultier-Mamas können nur ein Jungtier versorgen. Daher sind Zwillinge bei Faultieren äußerst selten", erklärt der Zoo Dresden auf seiner Homepage.

Die kleine Lele hatte Glück. Weil sie bei ihrer Mama nicht getrunken hat, füttert nun eine Tierpflegerin das Faultier-Baby regelmäßig mit Ziegenmilch.

Zoo Dresden

Sieben Mal am Tag Ziegenmilch

Die Geburt fand in der Nacht statt, so dass ein Tierpfleger-Team erst am Morgen ein Jungtier auf dem Bauch der Mutter und das zweite Jungtier am Boden vorfand, hieß es vom Zoo. Das heruntergefallene Tier sei sofort versorgt worden, starb jedoch am gleichen Tag. Weil Faultier-Mama Marlies keine Milch geben konnte, entschied der Zoo, das Kleine in die Hände von Tierpflegerin Nicole Brozoska zu geben. Sie füttert nun sieben Mal täglich mit Ziegenmilch. Zusätzlich gibt's auch Häppchen aus dem Mininuckel: gedünstetes Gemüse wie Süßkartoffel, Möhre, Kartoffel oder Zucchini. Die mag Lele am liebsten, weiß die Pflegerin, die für den Full-Time-Job das Jungtier auch mit nach Hause nimmt.

Lele geht es mittlerweile gut. Sie ist gesund, trinkt gut und nimmt zu. Mit einem Gewicht von 355 Gramm ist sie zwar noch zart, aber auf einem sehr guten Weg.

Mitteilung des Dresdner Zoos

Mehr Informationen über die ersten schweren Lebensstunden des Mini-Faultiers finden Sie hier.

Tierpflegerin Nicole Brzoska zieht das zarte Faultier mit der Hand auf. Ein 24-Stunden-Job, sagt der Zoo. Bildrechte: Zoo Dresden

Quelle: MDR/kk

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