Vandalismus Ärger um Wanderschilder in der Dresdner Heide

Spaziergänger die durch die Dresdner Heide wandern, verlassen sich meistens auf die an Bäumen befestigten Wegweiser. Doch seit Jahren werden diese Schilder von Unbekannten entfernt oder durch Falsche ersetzt. Das ärgert viele ehrenamtliche Helfer und Spaziergänger.

Zwei Männer halten Infoschilder für Wanderwege
In den vergangenen fünf Jahren ist dem Verein "Freundeskreis Heimatgeschichte" ein Schaden von 2.000 Euro entstanden. Bildrechte: MDR/Tino Plunert

Die Schilder und Wegweiser in der Dresdner Heide sind in jahrelanger Arbeit von vielen Ehrenamtlichen angebracht worden. Vor allem in ihrer Freizeit sind die Helfer damit beschäftigt, den Spaziergängern wichtige Informationen mit auf den Weg zu geben. Doch seit einigen Jahren boykottieren Unbekannte diese freiwillige Arbeit. Einzelne Wegweiser wurden zerstört oder umgeworfen und andere mit zusätzlichen Hinweisen versehen. Bislang sind der Polizei mehr als ein Dutzend Fälle aus den Bereichen Weixdorf, Marsdorf, Langebrück, Hermsdorf und Liegau-Augustusbad bekannt.

Uns ärgert es ungemein, dass die Schilder mit langen Holzschrauben in die zum Teil jungen Bäume geschraubt werden.

Heiko Zuppke Revierleiter Sachsenforst

Wie Wegewart Manfred Neises MDR SACHSEN sagte, würden die Schilder in einigen Fällen wahllos an Bäumen angebracht und mit obskuren Texten versehen. So stand auf einem Schild, dass die Dresdner Heide zum Welterbe gehören würde. In anderen Fällen wurden die richtigen Informationen einfach überklebt. Andere Schilder verschwanden ganz. In den vergangenen fünf Jahren ist dem "Freundeskreis Heimatgeschichte" dadurch ein Schaden von 2.000 Euro entstanden.

Täter schlagen offenbar in Dämmerung zu

Nach Angaben von Neises sind die Täter derzeit sehr aktiv. Deshalb werde auch mehr kontrolliert, um dem Treiben ein Ende zu setzen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter mit dem Fahrrad unterwegs sind und Werkzeug dabei hatten. die Polizeidirektion Dresden sucht Zeugen und nimmt Hinweise entgegen unter der Telefonnummer: 0351-4 83 22 33.

Quelle: MDR/jc

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