Stadtratssitzung Tierschützer protestieren gegen neues Affenhaus im Zoo Dresden

Teilnehmer einer Demonstration der Tierrechtsorganisation Peta tragen am Rande einer Stadtratssitzung in Dresden Tierkostüme und Handschellen an einer Kette.
Nach Ansicht der Tierschützer soll der Zoo Dresden gar keine Menschenaffen mehr halten. Bildrechte: dpa

Etwa 30 Tierschützer haben am Mittwoch in Dresden gegen den geplanten Neubau eines neuen Hauses für die Orang-Utans im hiesigen Zoo protestiert. Zu der Aktion vor der Dresdner Messe, in der am Abend der Stadtrat über das Projekt entscheiden wollte, hatte die Tierschutzorganisation Peta aufgerufen. Einige Teilnehmer waren in Sträflingskleidung erschienen, andere hatten sich als Tiere verkleidet. Nach Meinung von Peta ist die Unterbringung von Menschenaffen in einem Zoo Tierquälerei.

Teilnehmer einer Demonstration der Tierrechtsorganisation Peta tragen am Rande einer Stadtratssitzung in Dresden Tierkostüme und Handschellen an einer Kette.
Zu der Protestaktion hatte die Tierschutzorganisation Peta aufgerufen. Bildrechte: dpa

Das Orang-Utan-Haus soll mit 17 Millionen Euro das größte Bauprojekt in der Geschichte des Dresdner Zoos werden. Mit einem städtischen Investitionszuschuss rechnet man aufgrund der aktuellen finanziellen Lage nicht. Deshalb soll ein Kredit in Höhe von zwölf Millionen Euro aufgenommen werden. Die Restsumme soll aus Eigenmitteln und Spenden finanziert werden. Der Baustart ist im Sommer geplant. Die Zucht von Orang-Utans hat in Dresden eine lange Tradition.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten aus dem Regionalstudio Dresden | 12. Mai 2021 | 17:30 Uhr

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