Justiz Prozess um Einbruch ins Dresdner Grüne Gewölbe beginnt Ende Januar

Ab Ende Januar müssen sich sechs Angeklagte für den Einbruch ins Dresdner Grüne Gewölbe vor Gericht verantworten. Im November 2019 waren Kunstschätze im Wert von 113 Millionen Euro gestohlen worden.

Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe.
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Das Landgericht Dresden hat die Anklage der Staatsanwaltschaft unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen. Damit beginnt am 28. Januar 2022 der Prozess gegen sechs Angeklagte, denen die Beteiligung am Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe im Residenzschloss in Dresden am 25.11.2019 vorgeworfen wird. Fortsetzungstermine wurden vom Gericht bis in den März hinein festgelegt. Zuständig ist die Jugendkammer, weil zwei der Angeklagten zur Tatzeit das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten.

Mehrere schwere Straftaten

Insgesamt wird den sechs Männern Bandendiebstahl in zwei Fällen, schwerer Bandendiebstahl in Tateinheit mit gemeinschädlicher Sachbeschädigung, Brandstiftung und besonders schwere Brandstiftung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen nicht nur den Einbruch selbst begangen haben, sondern auch weitere Straftaten, etwa zur Sicherstellung ihrer Flucht.

Fünf Angeklagte bleiben weiter in Untersuchunghaft, einer verbüßt wegen eines anderen Delikts eine Gefängnisstrafe.

Bei dem Einbruch im November vor zwei Jahren wurden Schmuckstücke von überragender kunst- und kulturhistorischer Bedeutung im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro entwendet.

Quelle: MDR(bh)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 29. Dezember 2021 | 13:00 Uhr

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