Jüdische Gemeinde Dresdner Rabbiner geht nach Nürnberg

Rabbiner Akiva Weingarten im Alltag und bei der Arbeit
Akiva Weingarten war seit August 2019 Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Dresden. (Archivbild) Bildrechte: MDR / Robin Hartmann

Der Dresdner Rabbiner Akiva Weingarten wechselt nach Nürnberg. Er habe von der dortigen Israelitischen Kultusgemeinde ein sehr gutes Angebot als Oberrabbiner bekommen, teilte Weingarten am Montag mit. Er werde sein Amt in Dresden daher nur noch bis zum 14. August ausüben. Zuvor hatten die "Sächsische Zeitung" und die "Dresdner Neuesten Nachrichten" darüber berichtet. In Nürnberg zähle die jüdische Gemeinde rund 2.500 Mitglieder. Ähnlich wie in Dresden sei es eine sogenannte Einheitsgemeinde, also weder ausschließlich orthodox oder liberal.

Wunsch nach größerer Gemeinde

In Dresden gebe es "viele tolle Menschen", so Weingarten. Allerdings habe er "mehr Aktivitäten" erwartet. "Für mich passt eine größere Gemeinde einfach besser", sagte Weingarten, der erst vor knapp zwei Jahren sein Amt als Dresdner Rabbiner angetreten hatte. 2014 war er von Israel nach Deutschland gekommen.

Der 1984 in den USA geborene Weingarten wuchs in einer ultraorthodoxen chassidischen Familie als ältestes von elf Geschwistern auf. Zuletzt hatte er die Produzenten der israelischen TV-Serie "Shtisel" beraten, die auf dem Streamingportal Netflix zu sehen ist. Die Serie behandelt das Leben einer ultraorthodoxen jüdischen Familie. Zur Jüdischen Gemeinde in Dresden gehören rund 700 Mitglieder. Weingarten war seit August 2019 Rabbiner der Gemeinde. Zugleich war er Rabbiner der Gemeinde Migwan Basel. Dieses Amt werde er behalten.

Quelle: MDR/bj/epd

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