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13. Februar - Weltkriegszerstörung

Ticker: Virtuelle Menschenkette leuchtet in Dresden

Stand: 13. Februar 2021, 22:24 Uhr

Jedes Jahr im Februar wird in Dresden an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gedacht. Am Sonnabend hat es wegen der Corona-Pandemie eher still und virtuell begonnen, es gab auch lautstarke Gegenproteste gegen eine NPD-Versammlung. Wir informieren Sie hier über die aktuellen Ereignisse.

22:24 Uhr | Tickerende

Hiermit beenden wir unseren diesjährigen Ticker zum 13. Februar. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Abend. Lesen Sier hier unsere Zusammenfassung:

22:16 Uhr | SACHSENSPIEGEL-Videos zum 13. Februar

Auch unsere Kollegen vom SACHSENSPIEGEL haben umfangreich über das Gedenken rund um den 13. Februar berichtet. Alle Videos hier zum Nachschauen.

22:05 Uhr | Corona-Verstoß: Elf Rechte treffen sich in Pirnaer Haus

21:39 Uhr | Keine Redebeiträge bei AfD-Demo

Die AfD-Demo geht weiter. Bisher beschränkt sie sich nach Angaben von MDR-Reportern darauf, jeweils drei bis acht Leute nach vorn zu lassen, die Lichter und Blumen niederlegen und dann wieder gehen. Redebeiträge gibt es weiterhin nicht.

21:35 Uhr | Kein Abstand: AfD-Versammlung beginnt später

Laut Polizei konnte die Versammlung der AfD auf dem Altmarkt erst verspätet beginnen, da die Teilnehmerinnen und Teinehmer nicht den coronakonformen Abstand eingehalten haben. Wie die Polizei auf Twitter schreibt, hat sie den Versammlungsleiter darauf hingewiesen.

Rund 30 Personen beteiligen sich am Gedenken der AfD. Bildrechte: MDR

21:10 Uhr | AfD hält Kundgebung auf Altmarkt ab

Auf dem Altmarkt haben sich am Mahnmal für die Dresdner Bombenopfer etwa 30 Personen zu einer Kundgebung der AfD versammelt, unter anderem ist der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla anwesend. Gesprochen wird nicht, stattdessen zünden die Teilnehmer Kerzen an und legen jeweils eine Rose nieder. Linke Gegendemonstranten protestieren in Sichtweite gegen die Kundgebung.

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19:27 Uhr | "Dresden Nazifrei" kritisiert, dass rechtes Banner nicht sofort entfernt wurde

Das Bündnis "Dresden Nazifrei" kritisiert, dass ein rechtsextremes Banner mit der Aufschrift "Bombenholocaust" bei der Kundgebung am Hauptbahnhof nicht sofort von einer Brüstung entfert wurde. Die Gleichsetzung mit der Shoah sei eine unfassbare Verhöhnung der jüdischen Opfer des Faschismus, so das Bündnis.

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19:17 Uhr | Dresdner Polizei zieht positives Fazit

Dresdens Polizeisprecher Thomas Geithner hat ein positives Fazit des diesjährigen 13. Februar gezogen. "Ich begleite den 13. Februar seit 2005. Das war der ruhigste 13. Februar, den ich bisher erlebt habe", sagte er MDR SACHSEN. Es habe keine Festnahmen gegeben, und es sei auch niemand in Gewahrsam genommen worden, so Geithner.

18:45 Uhr | Bundespolizei spricht 194 Platzverweise aus

Die Bundespolizei hat ihren Einsatztag am Hauptbahnhof zusammengefasst. Demnach waren rund 500 Teilnehmer der NPD-Versammlung mit Zügen angereist. Die Beamten stellte eine Straftat fest, nachdem ein Teilnehmer ein gefälschtes Attest vorgezeigt hatte, um sich der Pflicht zum Tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu entziehen. 16 Personen mussten über die Hygienevorschriften belehrt werden, zeigten sich danach einsichtig, hieß es. Es gab 50 Identitätsfeststellungen und 194 Platzverweise. "Die Bundespolizei war mit knapp 400 Beamten aus vielen Teilen der Bundesrepublik in Dresden im Einsatz", sagte Polizeidirektor Rico Reuschel.

18:37 Uhr | Gedenkkonzert der Dresdner Philharmonie

Jetzt beginnt das Gedenkkonzert der Dresdner Philharmonie mit Werken von Bach, Mozart und Strauß. Das Konzert können Sie im Livestream von MDR KULTUR hier verfolgen.

18:25 Uhr | Stadt-Bibos mit eigener Menschenkette

Die Bediensteten der Städtischen Bibliotheken in Dresden haben eine eigene Menschenkette gebildet und sehen diese als Teil des virtuellen Gedenkens und Zeichen gegen Rassismus:

18:09 Uhr | Lage um Hauptbahnhof normalisiert sich

"Alle Versammlungen am Hauptbahnhof in Dresden sind ohne Störungen beendet", twittert die Polizei. Die Straßensperrungen rings um den Bahnhof sollen in Kürze aufgehoben werden.

18:00 Uhr | Glocken der Erinnerung läuten

Zehn Minuten lang läuten die Glocken der Kirchen in der Stadt und rufen zum Innehalten auf. Die Anmelderin des Gedenkens auf dem Altmarkt und der virtuellen Menschenkette, die parallel zum Läuten gezeigt wird, ist die neue Rektorin der TU Dresden, Ursula M. Staudinger, sagt dazu:

Mit jedem, der sein Foto zeigt, wächst die Menschlichkeit. Jeder strahlt. Die digitale Menschenkette zeigt: Es gibt kein Durchbrechen des Zusammenhalts.

Prof. Dr. Ursula M. Staudinger | Rektorin der TU Dresden

17:53 Uhr | Digitales Händereichen beginnt

Höhepunkt der zivilgesellschaftlichen Gedenkkultur in Dresden ist jedes Jahr die Menschenkette um die Innenstadt ab 18 Uhr. Sie steht als kilometerlanges Zeichen für Frieden, Versöhnung und Weltoffenheit und gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus. Wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen findet sie heute virtuell statt. 1.200 Bürgerinnen und Bürger hatten dafür Fotos von sich an die Stadt geschickt. Diese Fotos werden abwechselnd auf wichtigen Gebäuden der Stadt wie Synagoge, Kreuzkirche, Schauspielhaus, Staatskanzlei und Rathaus projiziert und sollen so im Dunkeln leuchten – und eine Menschenkette abbilden.

Geplant sind die Fassadenbilder in der Zeit zwischen 18 und 18:10 Uhr und in stündlicher Wiederholung bis 22:10 Uhr. Zur Menschenkette sagte Dresdens Stadtoberhaupt:

Rassismus, Hass und Hetze, so haben es die Dresdnerinnen und Dresdner immer wieder gezeigt, sollen keinen Platz in der Stadtgesellschaft haben. Das ist unser Statement für die Grundrechte. Wir lassen uns die Geschichte nicht umdeuten!

Dirk Hilbert | Dresdner Oberbürgermeister

17:35 Uhr | Offizielles Gedenken in der Innenstadt

Landtagspräsident Matthias Rößler, Sachsens Ministerpräsident Kretschmer und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert haben auf dem Altmarkt soeben Rosen abgelegt. Die offizielle Gedenkrunde beginnt. Dutzende Menschen haben sich auf dem Altmarkt versammelt. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte, Deutschland habe sich seiner Nazi-Vergangenheit gestellt "schonungslos aufgearbeitet und Konsequenzen gezogen aus dem, was in der Zeit des Nationalsozialismus an Verbrechen begangen wurde und welche Schuld wir Deutschen daran haben". Auch Dresden profitiere von ausländischen Unternehmern, Investoren, Wissenschaftlern oder Touristen.

Vielen Dank, dass die Dresdnerinnen und Dresdner, nachdem in den vergangenen Jahren versucht wurde, das Gedenken umzudeuten, einen Weg gefunden haben, mit dem Gedenken umzugehen. Dresden ist eine weltoffene Stadt.

Michael Kretschmer | Sächsischer Ministerpräsident

Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

17:29 Uhr | AfD-Nachwuchs sagt Versammlung ab

Die Polizei hat dem MDR bestätigt, dass eine für 19:00 Uhr auf dem Altmarkt angemeldete Versammlung der Jungen Alternative, die Jugendorgansiation der AfD, abgesagt wurde.

17:15 Uhr | Hello Dresden: Videogrüße aus Großbritannien

Videogrüße an Dresden sind seit wenigen Minuten im Livestream hier zu sehen. Zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt sendet der Dresden Trust aus Großbritannien Grüße an die Bürgerinnen und Bürger. "Mit dieser bewegenden Geste wollen die britischen Freunde auf diesem Weg ein Zeichen der Verbundenheit mit Dresden setzen", teilte die Stadt dazu mit.

16:53 Uhr | Den Altmarkt im Blick

Präsenz zeigen auf dem Altmarkt schon Vertreterinnen der zivilgesellschaftlichen überparteilichen Initiative "Omas gegen Rechts".

Bildrechte: Mario Unger-Reißmann

16:45 Uhr | Gedenk-Aktion auf dem Altmarkt

In einer dreiviertel Stunde beginnt eine offizielle Gedenkstunde auf dem Altmarkt mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Landtagspräsident Mattias Rößler, dem Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert und TU-Rektorin Ursula M. Staudinger. Sie wollen nach 17:30 Uhr weiße Rosen an der Erinnerungsstätte auf dem Altmarkt niederlegen.

Als Universität für das 21. Jahrhundert sehen wir uns als zivile Akteurin in der Verantwortung, nicht nachzulassen aus der Vergangenheit zu lernen, um so dazu beizutragen, eine bessere Zukunft in unserem Land zu sichern.

Prof. Dr. Ursula M. Staudinger | Rektorin der Technischen Universität Dresden

16:35 Uhr | Rechte Versammlung endet

Die NPD-Versammlung vor dem Hauptbahnhof endet in diesen Minuten. Die Teilnehmer sollen über den Bahnhof abreisen. Die Polizei beurteilt die Lage in der Stadt - trotz der Ansammlung rings um den Hauptbahnhof - als "ruhig und entspannt".

Nach Reporterangaben standen den schätzungsweise 500 Anhängern von NPD, rechtsradikalen Kleinstparteien und der AfD ebenso viele Gegendemonstranten gegenüber. Sie brachten ihren Unmut über die, laut Beobachtern, "teils martialisch anmutenden und verfälschenden Reden auf der Nazi-Demo" mit Trommeln, Sprechchören und Trillerpfeifen zum Ausdruck.

14:48 Uhr | Polizei greift ein

Bei der NPD-Versammlung haben auch heute wieder Redner vom sogenannten "Bomben-Holocaust" auf Dresden gesprochen. Die Polizei hat unterdessen ein Transparent mit dieser geschichtsverfälschenden Bezeichnung vor dem Hauptbahnhof entfernen lassen. Sie twitterte dazu: "Personen, die zur Versammlung des rechten Spektrums wollten, trugen ein Plakat bei sich, das aus Gründen der Gefahrenabwehr nicht auf der Versammlung gezeigt werden darf. Wir haben die betroffenen Personen angewiesen, das Plakat einzurollen."

Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

15:38 Uhr | Stiller Beitrag zum Gedenken

Mit einer Mahnwache zeigt die Initiative "Herz statt Hetze" aktuell Präsenz auf dem Neumarkt vor dem Lutherdenkmal. Teilnehmende halten ein Transparent mit einem Ausspruch von Max Mannheimer hoch. Er überlebte den Holocaust und unvorstellbare Folter der Nationalsozialisten in sechs Konzentrationslagern. Mannheimers Ausspruch gilt heute als Warnung vor Revanchismus und Rechtsradikalismus: "Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon".

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15:20 Uhr | Mahnwache im Stadtteil Nickern

Eine Mahnwache haben Mitglieder der grünen Jugend Dresden im Stadtteil Nickern gehalten. Sie versammelten sich am Obelisken auf dem Dorfplatz Altnickern. Dort sprachen sie sich gegen einen Opfermythos und rechte Vereinnahmungen aus.

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15:03 Uhr | Gegenproteste und NPD-Versammlung vor Dresdner Hauptbahnhof

Das Versammlungsgeschehen konzentriert sich aktuell um den Hauptbahnhof Dresden. Mit einstündiger Verspätung nach Organisationsschwierigkeiten und Problemen mit den Versammlungsauflagen hat die NPD-Versammlung doch begonnen.

Die rechten und rechtsradikalen Anhänger hören lautstarken Protest von Gegendemonstranten auf der anderen Straßenseite.

14:47 Uhr | St. Petersburger Straße teilweise gesperrt

Wegen der Versammlungen am Hauptbahnhof ist nun die St. Petersburger Straße im Bereich des Bahnhofes für den Verkehr gesperrt worden, teilte die Polizei mit.

14:36 Uhr | Grüne vor der Trümmerfrau

Seit einer Stunde läuft auf dem Platz am Denkmal für die Trümmerfrau vor dem Rathaus eine Kundgebung. Sie trägt den Titel "Maske auf - Nazis raus" und wird von Bündnis 90/Die Grünen Dresden organisiert. Die Teilnehmenden besetzen den Platz, damit nicht rechte Anhänger vor der Trümmerfrau demonstrieren.

Bildrechte: Mario Unger-Reißmann

14:29 Uhr | Rechte halten Mindestabstände nicht ein

Solange die Teilnehmer der NDP und aus dem rechten Spektrum die Abstandsregeln auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof nicht einhalten, beginnt deren Versammlung nicht, twittert die Polizei und sagt es auch am Versammlungsort durch.

14:09 Uhr | NPD-Kundgebung verspätet sich

Offiziell hat die NPD-Kundgebung vor dem Hauptbahnhof noch nicht begonnen. Angeblich sei die Teilnehmerzahl von 700 erreicht worden. Nun würden mehr Ordner benötigt, hieß es. Die Polizei bestätigt die Teilnehmerzahl nicht.

Bildrechte: MDR/Wolfram Nagel

14:00 Uhr | Versammlungen am Hauptbahnhof

Vor dem Hauptbahnhof Dresden haben sich in den vergangenen Minuten zwei Versammlungsgruppen mit hunderten Teilnehmern gebildet. Auf der einen Seite Vertreter von NDP, rechten und rechtsextremistischen Gruppierungen. Auf der anderen Seite Protestgruppen der Initiative "Dresden stellt sich quer", die sich gegen die Vereinnahmung des Dresdengedenkens von Rechts wehren.

Vor dem Hauptbahnhof stehen Teilnehmende der NPD-Versammlung. Die ist aber noch nicht losgegangen. Bildrechte: MDR

Die Corona-Auflagen erlauben nur Versammlungen, keine Umzüge oder Läufe im Stadtgebiet, erklärte die Polizei.

Gegenüber des Hauptbahnhofes protestieren Dresdner Initativen gegen die NPD und deren rechte Anhänger auf der anderen Straßenseite. Bildrechte: Wolfram Nagel

13:14 Uhr | Anreise von Menschen "rechter Gesinnung"

Die Polizei hat MDR SACHSEN-Reportern bestätigt, dass sie am Hauptbahnhof auf die Ankunft eines Zuges aus Hof/Bayern wartete und darin Passagiere "mit rechter Gesinnung" vermutete. Einige Menschen seien bereits ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen worden. Die Polizei versucht, am Hauptbahnhof eintreffende Protestgruppen voneinander zu trennen.

Nach Reporterangaben waren rund 40 bis 50 Reisende in diesem Zug. Viele trugen auf ihren Mützen das Logo der Kleinstpartei "Der 3. Weg", die vom Bundesverfassungsschutz als antisemitisch, ausländerfeindlich und revisionistisch eingestuft wird.

Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

13:00 Uhr | Plakatkunst zum Nachdenken

Bei Eiseskälte sind nach Angaben von MDR-Reportern zur Zeit nur wenige Menschen im Bereich Alt- und Neumarkt unterwegs. Sie können an zwölf Stellen Plakatkunst betrachten, die für die Aktion "Woche des Gedenkens" zur Erinnerung an historisch aufgeladenen Plätzen installiert wurden. Internationale und regionale Künstler und Künstlerinnen haben sich mit dem Gedenken an Krieg und Gewalt auseinandergesetzt.

Bildrechte: Wolfram Nagel

12:25 Uhr | Mahnende Worte an junge Menschen

Vor wenigen Minuten ist das Friedensgebet in der seit 15 Jahren wieder aufgebauten Frauenkirche zu Ende gegangen. Der Zeitzeuge Günther Ulbricht aus Dresden berichtete darüber, welche Lehren er aus seinen Kriegserfahrungen als Verschütteter in der Bombennacht gezogen hat:

Die junge Generation nimmt den Zustand des Friedens als Selbstverständlichkeit. Das ist ein Irrtum. Das, was wir als Menschen tun können ist, erstmal Haltung zeigen, sich äußern, dass ein Krieg ein Verbrechen ist, mit dem man als Mensch einfach nicht fertig wird.

Günther Ulbricht | Verschütteter in der Bombennacht und Zeitzeuge

Der 85 Jahre alte Zeitzeuge Günther Ulbricht aus Dresden (links) und Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke entzünden am 76. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg vor Beginn des Friedensgebets unter dem zerstörten Turmkreuz Gebetslichter. Bildrechte: dpa

12:19 Uhr | Kranzniederlegung und rollende Engel

Mit einem Kunstprojekt und einer stillen Feier hat am Vormittag das Dresdner Gedenken zum 76. Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg begonnen. Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler legte auf dem Nordfriedhof an einem Sammelgrab einen Kranz nieder.

Auf dem Nordfriedhof sind 450 Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten bestattet, die bei den Luftangriffen der Alliierten im Februar 1945 oder den Aufräumarbeiten danach ums Leben kamen. An der größten Ruhestätte auf dem Heidefriedhof symbolisierten fast zeitgleich die "Rolling Angels", Betonengel-Skulpturen der dänischen Künstlerin Benthe Norheim, Hoffnung, Frieden und Trost.

Bildrechte: Heiko Barthel

12:08 Uhr | Bundespolizei am Hauptbahnhof

Die Bundespolizei rechnet mit mehr Bahnnutzenden am Sonnabend, die zu Veranstaltungen und Versammlungen anreisen. Beamte werden daher An- und Abreise kontrollieren und Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für alle Reisenden gewährleisten, kündigte die Bundespolizei an. Auch das Tragen einer medizinischen Maske im ÖPNV werde kontrolliert.

Einsatzschwerpunkte sollen der Hauptbahnhof und die angrenzenden Haltepunkte sein, Der Bahnhof Dresden-Mitte sowie Altmarkt und Neumarkt. MDR-Reporter berichten, dass die Lage rings um den Hauptbahnhof um die Mittagszeit "sehr ruhig ist".

11:52 Uhr | Ruf nach Frieden über der Stadt

Um 12 Uhr beginnt in der Dresdner Frauenkirche ein Friedensgebet mit Worten, Saxophonklängen und Orgelmusik. Zuvor ruft die größte Glocke des Geläuts, die Friedensglocke "Jesaja", nach Frieden in der Welt. Der Zeitzeuge Günther Ulbricht wird an den 13. Februar 1945 erinnern.

Interessierte können online hier dabei sein.

Mit rund 40 Gästen in der Frauenkirche fand das Friedensgebet statt, das auch online übertragen wurde. Bildrechte: Franziska Hentsch

11:36 Uhr | Letzten Zeitzeugen der Bombennacht zuhören

Diese Erinnerung wird wohl nie gelöscht werden können. Die ist so fest eingebrannt, das war ein so einschneidendes Erlebnis. Das hängt mir mein ganzes Leben lang nach.

Werner Hanitzsch | Überlebender und Dresdner

11:09 Uhr | Verkehrseinschränkungen in der Stadt

Ab Mittag müssen Autofahrer und Nutzer von Bus und Straßenbahnen mit Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt rechnen - vor allem im Umfeld des Dresdner Hauptbahnhofes. Die Stadtverwaltung rät allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern, heute den Bereich möglichst zu umfahren.

10:05 Uhr | 18 Demo-Anmeldungen

Der Stadt Dresden liegen für den Sonnabend 18 Anmeldungen für Demonstrationen und Kundgebungen vor (Stand 12. Februar). Wegen der Corona-Pandemie sind jedoch nur stationäre Versammlungen mit jeweils maximal 1.000 Teilnehmern zugelassen worden. Die Polizei wird von Einsatzkräften der Sächsischen Bereitschaftspolizei, der Polizei aus Sachsen-Anhalt und der Bundespolizei unterstützt. Neben der Gewährleistung des Versammlungsrechts sowie des Protestes in Hör- und Sichtweite werden die Beamten auch die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen kontrollieren.

09:40 Uhr | Virtuelle Menschenkette mit mehr als 1.200 Teilnehmenden

Aufgrund der Corona-Pandemie können viele Gedenkveranstaltungen nicht wie in den vergangenen Jahren stattfinden. Die traditionelle Menschenkette wird daher dieses Mal virtuell abgebildet. Sie gilt als wichtigster Baustein des Gedenkens in der Stadt. Dazu hatte die Stadtverwaltung Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Fotos von sich im Hochformat im Internet hochzuladen. Mehr als 1.200 Menschen sind dem Aufruf gefolgt. Ihre Fotos sollen am Abend auf die Fassaden markanter Gebäude projiziert werden.

Mehr Infos zu dieser Aktion ab 18:00 Uhr lesen Sie hier.

09:00 Uhr | Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945

Heute vor 76 Jahren ist Dresden durch britische und amerikanische Bomber zu großen Teilen zerstört worden. Daran wird auch in diesem Jahr erinnert.

Quelle: MDR/kk/sth/dpa/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSENMDR SACHSENSPIEGEL | 13.02.2021 | 19:00 Uhr

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