#dd1302 Ticker: Lauter Gegenprotest gegen AfD-Aufzug in Dresden

Mit zahlreichen Veranstaltungen ist am Sonntag in Dresden an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg vor 77 Jahren erinnert worden. Mehr als 3.000 Menschen schlossen sich einer Menschenkette um die Altstadt an. Der Tag wurde aber auch von Rechtsextremen zum Aufmarsch benutzt. Die Polizei sicherte den 13. Februar mit einem Großaufgebot ab. Wir informieren Sie im Live-Ticker über die aktuellen Ereignisse.

Menschen mit Maske stehen gedrängt hinter metallgittern. ihnen stehen Polizeibeamte gegenüber, die einen Platz absperren.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sachsen

Bildergalerie Das Kriegsgedenken in Dresden - die Bilder des Tages

Frauenkirche zu Dresden bei Nacht
Nachdem alle Kirchenglocken der stadt von 21:45 Uhr bis 22 Uhr an den Beginn der Luftangriffe vor 77 Jahren erinnert haben, lädt die Frauenkirche zum stillen Gebet ein. Bildrechte: MDR/Stephan Flad
Frauenkirche zu Dresden bei Nacht
Nachdem alle Kirchenglocken der stadt von 21:45 Uhr bis 22 Uhr an den Beginn der Luftangriffe vor 77 Jahren erinnert haben, lädt die Frauenkirche zum stillen Gebet ein. Bildrechte: MDR/Stephan Flad
Menschen mit Maske stehen gedrängt hinter metallgittern. ihnen stehen Polizeibeamte gegenüber, die einen Platz absperren.
Gegen 21 Uhr sind mehrere Menschen zum Gegenproterst auf dem Altmarkt versammelt. einige von ihnen blockieren den zugang zur offiziellen Gedenkstätte zur kranzniederlegung. die Polizei öffnet einen anderen Zugang für AfD-Mitglieder und Sympatisanten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Menschen stehen mit Sicherheitsabstand zueinander auf einem Platz. Sie blicken auf einen Lautsprecherwagen, vor dem eine Band spielt. die musiker und Teilnehmenden auf dem Platz wenden sich gegen Geschichtsrevisionismus und Rechtsextremismus und vor allem gegen eine Versammlung der AfD, die am Abend des 13.2.2022 auf dem Altmarkt Dresden stattfinden soll.
Nach der offiziellen Menschenkette versammelten sich Menschen zum Gegenprotest auf dem Altmarkt. Die Bündnisse "Mahngang Täterspuren" und "Dresden stellt sich quer" protestieren gegen einen geplanten AfD-Aufzug. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mit einer Menschenkette wird auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gedacht
Auch auf dem Neumarkt vor der Kulisse der Frauenkirche formierte sich die Menschenkette. Bildrechte: dpa
Gedenken Dresden Menschenkette
Rund 3.000 Menschen bildeten den symbolischen Schutzring um die Stadt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
vier menschen stehen nebeneinander und halten gelbe gummibänder in den Händen. Es sind Dresdens Oberbürgermeister Hilber neben der Rektorin der TU, Ursula Staudinger, ihrem ehemann und Sachsens Ministerpräsdient Michael Kretschmer. Alle schauen gmit ernstem Gesicht geradeaus.
Punkt 18 Uhr schloss sich unter dem Geläut der Kirchen die Menschenkette, an der auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer teilnahm. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Dresden Gedenken in der Kreuzkirche
TU-Rektorin Ursula Staudinger sagte, dass die Menschenkette symbolisch gegen Spaltung und Verhärtung stehe. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Dresden Gedenken in der Kreuzkirche
In der Kreuzkirche fand die Auftaktveranstaltung zur Menschenkette statt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Dresden Gedenken - Omas gegen Rechts mit Plakaten
Auch die "Omas gegen Rechts" waren heute in Dresden unterwegs. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Auf einer Art langem Regal mit Sand stehen Kerzen, liegen rosen und gebastelte Papierkraniche. Diese Symbole der Anteilnahme haben menshcen an der Frauenkirche abgelegt zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Zerstörung bis 1945.
Stilles Gedenken vor der Frauenkirche. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein gelbes Gummiband wird von zwei Händen gehalten. Dahinter sieht man die Altstadt von Dresden.
Für die Menschenkette werden gelbe Bänder vergeben, mit denen der Abstand zwischen den Teilnehmern eingehalten werden soll. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gedenken Dresden - Gegenprotest Bahnhof Mitte
Gegen die Kundgebung der Rechtsextremen am Bahnhof Mitte gab es lautstarken Gegenprotest. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mehrere menschen stehen verdsammelt hinter einem großen weißen Banner. Auf dem Stoffbanner steht-. gegen den deutschen Opfermythos. Damit stellten sich am Sonntag, 13.2.2022, Gegenddemonstranten einem rechten Nazi-Aufmarsch in der Altstadt Dresden entgegen.
Der Gegenprotest wehrt sich vor allem gegen den von Rechtsextremen verbreiteten Opfermythos. Bildrechte: MDR/xcitepress
Gedenken Dresden - Kundgebung Bahnhof Mitte
Reporter schätzen die Anzahl der Rechtsextremen auf etwa 1.000, die sich hier am Bahnhof Mitte zur Kundgebung versammelt haben. Die Polizei spricht von etwa 700 Teilnehmern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Das Transparent mit der Aufschrift "Bombenholocaust" darf trotz vielfachen Protestes in den sozialen Netzwerken aufgestellt werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gedenken Dresden - Mahngang Täterspuren
Der "Mahngang Täterspuren" widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Geschlechtererziehung im Nationalsozialismus". Er machte unter anderem an der früheren NS-Schwesternschule Station. Vornweg laufen die drei OB-Kandidaten Albrecht Pallas (SPD), André Schollbach (Linke) und Eva Jähnigen (Grüne). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 13. Februar 2022 | 19:00 Uhr

22:40 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle endet unsere Berichterstattung zu den Ereignissen, Versammlungen und zum Gedenken der Menschen in Dresden. Die Kolleginnen und Kollegen werden Sie ab morgen früh mit weiteren Berichten und Analysen zu den Abläufen rings um diesen Großeinsatz-Tag der Polizei in Dresden informieren. Vielen Dank für Ihr Interesse bis hierher.

22:26 Uhr | Polizei beendet Einsatz

Die Polizeidirektion Dresden hat ihren Großeinsatz am 13. Februar beendet. "Im Verlauf Sonntags waren insgesamt 1.821 Beamte im Einsatz", sagte ein Sprecher.

Zu den beiden Kundgebungen am Abend auf dem Altmarkt urteilte die Polizei: Sie habe den Protest in Hör- und Sichtweite gewährleistet und mit Kommunikationsteams deeskalierend gewirkt.

22:01 Uhr | Nacht der Stille beginnt

Nachdem die Glocken schweigen, hat in der Frauenkirche um 22 Uhr die "Nacht der Stille" begonnen. Die Einladung zum Wachen und Beten steht unter dem Bibelvers (Johannes 14, Vers 27): "Meinen Frieden gebe ich euch".

21:45 Uhr | Glocken erinnern an Zerstörung

Über Dresden tönen die Kirchenglocken der Stadt. Jedes Jahr um 21:45 Uhr erinnern sie an den ersten von mehreren Luftangriffen, der am 13. Februar 1945 um diese Zeit begann.

21:20 Uhr | Polizei öffnet anderen Zugang

MDR-Reporter berichten, dass die Polizei eine andere Stelle der Absperrung öffnet, damit Teilnehmende der AfD-Versammlung Kränze niederlegen können. Im Vergleich zum Gegenprotest ist die AfD-Versammlung überschaubar, beschreiben mehrere Beobachter bei Twitter die Lage am Altmarkt.

Sieben Männer stehen vor einer Gedenkstätte und gucken zwei weiteren Männern zu, wie sie einen Totenkranz ablegen. Die Szene spielte sich am Abend des 13.02.2022 auf dem Altmarkt Dresden ab. In der Reihe der Männer steht ganz links der AfD-Vorsitzende Sachsens, jörg Urban.
AfD-Vertreter bei der Kranzniederlegung am Abend. Ganz links (mit Mütze) der Fraktionsvorsitzende der AfD Sachsen, Jörg Urban. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

21:18 Uhr | Sitzblockade

Auf dem Altmarkt ist die Stelle für die Kranzniederlegungen umzäunt worden. Mehrere Protestierende gegen die AfD-Versammlung blockieren den Zugang zur Kranzniederlegung. Polizeibeamte haben die Gegendemonstranten umstellt.

Viele Polizisten in Uniform stehen hinter menschen, die ineiner reihe auf einem Platz stehen. Es sind gegenhprotestanten, die einen zugang blockieren. Die Polizei hat sie umringt.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

21:05 Uhr | Lauter Protest gegen AfD-Aufzug

Mehrere hundert Menschen protestieren auf dem Altmarkt lautstark gegen einen Aufzug der AfD, der mit einer Kranzniederlegung beginnen soll. MDR-Reporter schätzen, dass sich 350 bis 400 Menschen zum Gegenprotest zusammengefunden haben.

19:58 Uhr | Versammlungsschwerpunkt Altmarkt

Kurz vor 20 Uhr ist die Lage auf dem Altmarkt ruhig. Etwa 150 Gegendemonstranten der Initiativen "Dresden stellt sich quer" und "Mahngang Täterspuren" haben sich versammelt und Musikbands spielen live. Die Gruppe protestiert gegen eine Versammlung der AfD, die am Abend stattfinden soll.

Menschen stehen mit Sicherheitsabstand zueinander auf einem Platz. Sie blicken auf einen Lautsprecherwagen, vor dem eine Band spielt. die musiker und Teilnehmenden auf dem Platz wenden sich gegen Geschichtsrevisionismus und Rechtsextremismus und vor allem gegen eine Versammlung der AfD, die am Abend des 13.2.2022 auf dem Altmarkt Dresden stattfinden soll.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

19:42 Uhr | Rückblick auf den Gedenktag in Dresden

19:13 Uhr | Diskussionen auf dem Altmarkt

Die sogenannte Menschenkette 2.0 hat sich aufgelöst. Das Bündnis "Dresden nazifrei" berichtet, dass die Polizei "soviel Druck auf die Menschen" gemacht habe, "dass diese sich zum Auflösen genötigt" sah. Bis 22 Uhr will das Bündnis aber auf dem Altmarkt eine angemeldete Kundgebung abhalten.

18:40 Uhr | Zweite Menschenkette am Abend

Aus der offiziellen Menschenkette der Stadt hat sich eine weitere Kette gebildet, twittert das Bündnis "Dresden nazifrei". Demnach steht die Kette namens "Menschenkette 2.0" auf dem späteren Kundgebungsort der AfD. Die hat für den Abend eine Versammlung auf dem Altmarkt angemeldet. Die Polizei verstärkt ihre Präsenz gerade am Altmarkt und baut weitere Absperrungen auf, berichtet ein MDR-Reporter.

18:38 Uhr | Mehr als 3.000 Menschen umschließen Dresdner Altstadt

Mehr als 3.000 Menschen haben sich nach Angaben der Stadt am Abend zur Menschenkette zusammengefunden. Dazu aufgerufen hatte die Stadt zusammen mit Kirchen, Institutionen, Vereinen und Initiativen. Die Menschenkette entstand auf dem Altmarkt, um den Kulturpalast und die wieder aufgebauten Quartiere, auf dem Neumarkt und rund um die Frauenkirche. Distanzbänder zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollten den notwendigen Abstand zum Infektionsschutz gewährleisten.

Gedenken Dresden Menschenkette
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

18:12 Uhr | Spontaner Demozug Richtung Prager Straße

Nach Angaben von MDR-Reportern hat sich gerade ein spontaner Demozug an der Altmarktgalerie vorbeibewegt in Richtung Prager Straße. Die Teilnehmenden sollen dem linken Spektrum angehören.

18:02 Uhr | Politiker in der Menschenkette

Neben Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (links im Bild) und der TU-Rektorin Ursula Staudinger reihte sich auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer in die Menschenkette ein. Sie tragen kleine weiße Rosen aus Seide und erinnern damit an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg und an Opfer von Terror und Gewalt.

vier menschen stehen nebeneinander und halten gelbe gummibänder in den Händen. Es sind Dresdens Oberbürgermeister Hilber neben der Rektorin der TU, Ursula Staudinger, ihrem ehemann und Sachsens Ministerpräsdient Michael Kretschmer. Alle schauen gmit ernstem Gesicht geradeaus.
Nach einem Gedenkgottesdienst in der Kreuzkirche hatte sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auf dem Altmarkt in die Menschenkette eingereiht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Als sich am 13. Februar 2010 erstmalig die Menschen die Hände reichten, um den Jahrestag der Zerstörung Dresdens nicht länger den Rechtsextremen und ihrer menschenverachtenden Ideologie zu überlassen, haben wir gemeinsam ein starkes Band geschaffen.

Dirk Hilbert Oberbürgermeister der Stadt Dresden

18:00 Uhr | Glocken läuten - Menschenkette umschließt Dresdner Altstadt

Punkt 18 Uhr haben die Kirchenglocken der Stadt angefangen zu läuten. Ihr minutenlanger Klang begleitet das Erinnern der Teilnehmer der Menschenkette.

17:57 Uhr | Bundespolizei bilanziert

Der Gedenktag in Dresden erreicht in wenigen Minuten aus Sicht der Stadt den Höhepunkt. Derweil hat die Bundespolizei ihren Einsatz heute mit 500 Beamten aus der gesamten Republik bereits zusammengefasst. Demnach kontrollierte sie die An- und Abreise von Versammlungsteilnehmern und den Schutz unbeteiligter Reisender, schwerpunktmäßig am Bahnhof Dresden-Mitte. "Aufgrund der starken Präsenz sowie des konsequenten Handelns der Einsatzkräfte mit Augenmaß, wurde eine störungsfreie An- und Abreise zu den angemeldeten Versammlungen gewährleistet", lautete das Fazit der Bundespolizei.

17:46 Uhr | Rechte Anhänger am Altmarkt

Während sich immer mehr Menschen an Neumarkt und Altmarkt zur Menschenkette einfinden, stehen auch rund ein Dutzend Rechtsextreme und Anhänger der Szene vor dem Einkaufszentrum Altmarktgalerie. Dort haben sie Kerzen abgestellt.

17:34 Uhr | Plädoyer für lebendige Erinnerungskultur

In ihrer Rede in der Kreuzkirche sagte die Mitorganisatorin und Versammlungsleiterin der Menschenkette, die Rektorin der TU Dresden, Ursusla Staudinger, dass gerade die Menschenkette symbolisch und konkret mit "dem Licht und menschlichen Band gegen die Spaltung und verhärteten Argumente auf den Straßen und Plätzen in unserer Stadt" stehe. Sie erinnerte daran, dass Dresdens Zerstörung ihren Anfang nahm mit einer "die Gemeinschaft zersetzenden Politik", die "die schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit hervorgebracht hat". Dieser "Zivilisationsbruch" und "die Veralltäglichung von Gewalt und des gewaltsamen millionenfachen Tods von Menschen fand in der Mitte unserer Gesellschaft statt und war auch Teil unserer Stadt", mahnte die TU-Rektorin.

Dresden Gedenken in der Kreuzkirche
Die TU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Staudinger sprach sich für eine lebendige Erinnerungskultur aus. Das Zusammenstehen solle Kraft geben für lebendiges Erinnern in Dresden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

17:00 Uhr | Auftakt zur Menschenkette: "Nie wieder Krieg"

Das zentrale Gedenken der Stadt hat mit der Auftaktveranstaltung in der Kreuzkirche begonnen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert begrüßte Einwohner, Politiker und Gäste in der Kirche. Er erinnerte daran, dass auch 77 Jahre nach der Bombennacht in Dresden Bomben in der Stadt gefunden würden. "Auch nach mehr als 77 Jahren leiden jene, die die Bombennacht miterleben mussten", sagte Hilbert. Er verwahrte sich gegen jedwede Umdeutung der Geschichte, Zahlenverdreherei und Missbrauch von Symbolen, etwa bei Corona-Protesten. Gleichzeitig nahm er Bezug auf die aktuelle politische Lage und Kriegsängste im Konflikt um die Ukraine. Als Stadtoberhaupt einer vom Krieg schwer zerstörten Stadt und in Verbundenheit mit Partnerstädten wie Hamburg und Rotterdam, die ebenfalls zerstört wurden, betonte er: "Frieden ist zerbrechlich. Er ist nicht selbstverständlich."

Jeder neue Krieg wird neuen Schrecken bringen und neues Leid verursachen. Die Botschaft der Menschenkette ist: Nie wieder Krieg!

Dirk Hilbert Oberbürgermeister (FDP) für Dresden

Dresden Gedenken in der Kreuzkirche
Gäste hören den Auftaktreden zur Menschenkette in der Kreuzkirche zu. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16:52 Uhr | Stilles Gedenken vor Frauenkirche

Stilles Gedenken: Auf zwei langen Tischen an der Frauenkirche liegen erste Kerzen, weiße Rosen und aus Papier gefaltete Kraniche zur Erinnerung an Opfer von Terror und Gewalt.

Auf einer Art langem Regal mit Sand stehen Kerzen, liegen rosen und gebastelte Papierkraniche. Diese Symbole der Anteilnahme haben menshcen an der Frauenkirche abgelegt zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Zerstörung bis 1945.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16:30 Uhr | Ausgabe der Distanzbänder für Menschenkette

Ab jetzt beginnt die Ausgabe der gelben Distanzbänder für die Menschenkette. Ordnerinnen und Ordner geben sie an Einlasszelten aus - zwei Zelte stehen am Neumarkt, zwei am Altmarkt. "Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist erwünscht, um die Ansteckunsgefahr mit dem Corona-Virus möglichst gering zu halten", betonte die Stadtverwaltung. Wenn während der Aktion der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne, gelte Maskenpflicht.

Ein gelbes Gummiband wird von zwei Händen gehalten. Dahinter sieht man die Altstadt von Dresden.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16:12 Uhr | Debatte um Plakat in sozialen Medien

In sozialen Medien diskutieren Menschen und Verbände über den Umgang von Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden mit einem Plakat, das auf der Versammlung des rechtsextremen Spektrums getragen wurde. Es wurde nicht einkassiert, weil es strafrechtlich nicht relevant sei, teilte die Polizei mit.

Vor einem Jahr hatte die Polizei Dresden so ein Plakat noch einrollen und prüfen lassen. Entsprechende Tweets aus dem vorigen Jahr wurden bei Twitter gezeigt.

Zwei Personen rollen ein Plakat mit der Aufschrift Bombenholocaust ein
Vor einem Jahr am 13. Februar forderte die Polizei rechte Demoteilnehmer auf, ein Plakat einzurollen, auf dem vom vermeintlichen "Bombenholocaust" die Rede war. Ein Jahr später griff die Polizei nicht ein. Das provoziert Nachfragen in sozialen Medien (Archivfoto vom 13.2.2021). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16:01 Uhr | Omas gegen Rechts vor der Frauenkirche

Bereits seit dem Vormittag protestieren die Frauen von "Omas gegen Rechts". "Viele Menschen waren heute in Dresden gegen Geschichtsrevisionismus unterwegs und haben sich alten und neuen Nazis entgegengestellt", twitterte Dresdens 2. Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke). Sie nannte die "Omas gegen Rechts" in einem Tweet "meine Demonstrantinnen der Herzen".

Dresden Gedenken - Omas gegen Rechts mit Plakaten
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

15:20 Uhr | Zwischenbilanz der Polizei

Die Veranstaltungen auf den Dresdner Friedhöfen am Vormittag sind "allesamt störungsfrei" verlaufen, teilte die Polizei Dresden mit.

Gegen 15 Uhr sei der von Rechtsextremisten angezeigte Aufzug am Bahnhof Mitte zu Ende gegangen. "Anschließend liefen die Teilnehmer über die Ostra-Allee zum Postplatz und über die Freiberger Straße wieder zurück zum Bahnhof", so die Polizei. Und: "Gleichzeitig protestierten im Umfeld zahlreiche Menschen gegen den Aufzug." Es sei zu einer symbolischen Blockadeaktion auf der Ostra-Allee gekommen. Die Beamten hätten den Protest in Hör- und Sichtweite gewährleistet, ein Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Lager verhindert.

Einzelne Versuche von Gegenprotest-Teilnehmern, die Absperrungen der Polizei zu durchbrechen, seien unterbunden worden. "Dabei kam es auch zum Einsatz von Pfefferspray." Gegen zwei Männer (21 und 27 Jahre) wird wegen Landfriedensbruchs ermittelt, gegen einen 24-Jährigen wegen Widerstandes gegen Vollzugsbeamte.

15:05 Uhr | Starker Gegenprotest gegen rechte Demo in Dresden

Die ersten Teilnehmer der rechtsextremen Demo verlassen den Versammlungsort und werden von Polizeibeamten Richtung Bahnhof begleitet.

Seit 12:30 Uhr waren die Rechten durch die Innenstadt gezogen, anfangs zu Klängen mit Wagner-Musik. Hunderte Gegendemonstranten, unter anderem aus der linken Szene, kamen an mehreren Orten entlang der Demonstrationsroute zusammen und protestierten lautstark gegen diesen rechten Aufzug, der als "Schweigemarsch" inszeniert wurde. Bis zum Mittag seien die Demonstrationen "ruhig und friedlich" verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden dem Evangelischen Pressedienst.

Versammlung
Am Postplatz stellten sich Gegendemonstranten in Hörweite den Rechtsextremen entgegen. Bildrechte: MDR

14:53 Uhr | Aufruf der Staatsoperette

Die Staatsoperette Dresden hat alle Dresdnerinnen und Dresdner aufgerufen, die Menschenkette am Abend zu unterstützen. "Erinnern wir uns gemeinsam für eine Zukunft des friedlichen Miteinanders in Vielfalt!", twitterte die Staatsoperette.

14:46 Uhr | Rechtsextreme am Bahnhof Mitte

Nach Informationen von MDR-Reportern haben sich bislang mehrere hundert Personen an der Versammlung der Rechtsextremiste am Bahnhof Mitte versammelt. 1.000 sei die Maximalanzahl, sagte die Polizei Dresden. Noch mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer würden auf die Bahngleise am Bahnhof Mitte geleitet, hieß es.

14:31 Uhr | Polizeihubschrauber kreist

Immer wieder kreist ein Polizeihubschrauber über der Altstadt, dem Areal von Zwinger, Semperoper und Residenzschloss und entlang der Elbe in Dresden.

14:22 Uhr | Sicht einer Dresdnerin

Ich bin Geschichtslehrerin und der Meinung, dass wir uns am Gedenken beteiligen müssen und nicht einfach nur zu Hause sind und die Medien konsumieren. Wichtig, dass wir alle Seiten betrachten und dieses einseitige Schuldzuschieben ein Ende hat und wir der Opfer gedenken, die es auf allen Seiten gegeben hat.

Teilnehmerin des Mahngangs Täterspuren

14:18 Uhr | Mahngang Täterspuren gestartet

Etwa 300 Menschen haben sich beim Mahngang Täterspuren von der Dresdner Johannstadt aus auf den Weg gemacht. Mit dabei sind auch die drei Oberbürgermeister-Kandidaten Albrecht Pallas (SPD), André Schollbach (Linke) und Eva Jähnigen (Grüne). Es wird an mehreren Stationen Halt gemacht, die exemplarisch für die Geschlechterpolitik der Nationalsozialisten stehen. Der Mahngang ist eine Hybridveranstaltung und kann auch als Livestream in Internet verfolgt werden.

Gedenken Dresden - Mahngang Täterspuren
Der "Mahngang Täterspuren" widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Geschlechtererziehung im Nationalsozialismus". Er machte unter anderem an der früheren NS-Schwesternschule Station. Vornweg laufen die drei OB-Kandidaten Albrecht Pallas (SPD), André Schollbach (Linke) und Eva Jähnigen (Grüne). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

14:00 Uhr | Stilles Gedenken in der Frauenkirche

In der Frauenkirche findet zur Stunde ein Stilles Gedenken statt. Am späten Nachmittag soll mit der traditionellen Menschenkette ein Zeichen für Frieden und Versöhnung gesetzt werden.

13:46 Uhr | Bundestagspräsidentin gegen Instrumentalisierung des 13. Februar

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat dazu aufgerufen, den Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg als Tag für Versöhnung zu begehen. "Besinnen wir uns darauf, dass wir in der Vergangenheit immer wieder Trennendes überwunden haben", sagte Bas heute bei der Eröffnung der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten in Berlin.

Bas wandte sich gegen eine in den vergangenen Jahren oftmals versuchte Instrumentalisierung des Tages vor allem durch Rechtsextreme. "Mit diesen Toten, mit dem verheerenden Bombardement, mit dem Leid der Davongekommenen wurde immer wieder Politik gemacht", sagte sie. Dies habe auch mit dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht geendet. "Weiter wurde versucht, die Millionen Opfer des verheerenden Weltkrieges, der von Deutschland ausgegangen war, gegeneinander aufzurechnen, revisionistische Gedanken zu verbreiten, deutsche Schuld kleinzureden, sogar im Verhältnis zu den Millionen Opfern der Schoah", sagte die Parlamentspräsidentin.

13:41 Uhr | Staatsanwaltschaft prüft rechtes Transparent

Die Staatsanwaltschaft hat im rechten Demonstrationszug ein Transparent mit dem Schlagwort "Bombenholocaust" geprüft. Wie Polizeisprecher Thomas Geithner MDR SACHSEN sagte, sei dieser Begriff nicht strafrechtlich relevant. Das Transparent werde dementsprechend nicht konfisziert.

Wir haben das Plakat durch die zuständige Staatsanwaltschaft prüfen lassen. Eine strafrechtliche Relevanz besteht nicht.

Polizei Dresden Antwort via Twitter auf eine Nachfrage zum Plakat

Auf dem Transparent wird außerdem eine weit überzogene Zahl von Bombenopfern präsentiert. Eine Historikerkommission hat etwa 20.000 Tote namentlich ermittelt und gehen von maximal 25.000 Opfern durch die Luftangriffe auf Dresden aus.

Dresden Gedenken Rechtsextreme - Transparent "Bombenholocaust"
Rechte präsentieren immer wieder deutlich überzogene Opferzahlen. Historiker haben etwa 20.000 Bombenopfer namentlich ermittelt und gehen von maximal 25.000 Opfern in der Dresdner Bombennacht aus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

13:30 Uhr | "Kriege brechen nicht aus. Sie werden gemacht."

Auf dem Nordfriedhof hat es am Vormittag verschiedene Redebeiträge zum Gedenken an die Kriegsopfer gegeben. Es sprach unter anderem Detlef Fritzsch vom Volksbund Kriegsgräberfürsorge, auch mit Blick auf aktuelle Schauplätze: "Kriege werden nicht ausbrechen, sie werden gemacht. Und vor dieser Verantwortung darf man sich nicht in irgendeiner Weise drücken", mahnte Fritzsch.

13:17 Uhr | Ostra-Allee in Kürze wieder frei

In Kürze werden alle Sperrungen an der Ostra-Allee aufgehoben, twittert die Polizei.

13:00 Uhr | Lauter Gegenprotest auf dem Postplatz

Auf dem Postplatz gibt es lauten Protest gegen den rechten Aufzug. Dieser biegt Richtung Freiberger Straße ab. Es gibt immer wieder lautstarken Gegenprotest entlang des rechtsextremen Aufzuges.

Mehrere menschen stehen verdsammelt hinter einem großen weißen Banner. Auf dem Stoffbanner steht-. gegen den deutschen Opfermythos. Damit stellten sich am Sonntag, 13.2.2022, Gegenddemonstranten einem rechten Nazi-Aufmarsch in der Altstadt Dresden entgegen.
Bildrechte: MDR/xcitepress

12:43 Uhr | Rechte Demo setzt sich in Bewegung

Mehrere Hundert rechte Demonstranten haben den Platz am Bahnhof-Mitte verlassen und marschieren über die Ostra-Allee in Richtung Postplatz. Es laufen unter anderem die Jungen Nationalisten auf, der rechtsradikale Dritte Weg und die sogenannte Neue Stärke - eine neu gegründete Neonazipartei.

Dresden Gedenken Rechtsextreme - "Neue Stärke"
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

12:36 Uhr | Frauenkirchenpfarrer: Solides Wissen über Vergangenheit wichtig

Beim Gottesdienst heute in der Frauenkirche hat sich Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt für ein würdiges Erinnern gegen das Vergessen ausgesprochen. Auch betonte er in seiner Predigt die Bedeutung von Bildung.

Was wir brauchen, ist mehr denn je solides Wissen über die Vergangenheit.

Markus Engelhardt einer der Pfarrer der Frauenkirche

Dringend nötig sei "Wissen, das Fragen nicht glatt beantwortet und abräumt, sondern überhaupt erst weckt und wach hält". Nach Ansicht von Engelhardt sind "bei vielen Leuten trotz gut informierender Schulbücher elementare Fakten aus unserer Vergangenheit kaum bekannt". Das sei jedoch wichtig, um einem Missbrauch von Geschichte sowie Ausländerfeindlichkeit entgegenzutreten.

12:17 Uhr | Hohe Polizeipräsenz

Die Polizei ist mit verschiedenen Einheiten in der Stadt präsent. Unterwegs sind auch Polizisten zu Pferde und Diensthundeführer. An den Bahnhöfen wird kontrolliert. Linke und rechte Lager der Demonstrierenden sollen möglichst getrennt bleiben. Ein Protest in Hör- und Sichtweite werde gewährleistet, teilte die Polizei mit. In der Maxstraße gibt es eine erste Sitzblockade der Linken.

Einsatzkräfte der Polizei sind auch zu Pferde in der Stadt präsent.
Einsatzkräfte der Polizei sind auch zu Pferde in der Stadt unterwegs. Bildrechte: xcitepress

Der Sonntag wird ein langer Einsatztag mit unterschiedlichen Einsatztaktiken.

Jörg Kubiessa Polizeipräsident

11:27 Uhr | Demogeschehen am Bahnhof-Mitte

Etwa 300 Menschen haben sich für eine rechte Demonstration am Bahnhof-Mitte versammelt. Trotz steigender Corona-Infektionen trägt hier kaum einer der Teilnehmenden Mund-Nasen-Schutz, sie halten auch keine Mindestabstände ein. Vom Kongresszentrum aus sind rund 500 linke Gegendemonstrierende an der rechten Kundgebung zum Wettiner Platz weiter gezogen.

Schwarz gekleidete Menschen tragen ein rotes Banner: "Unsere Klasse kennt keine Ausländer*innen"
Linke Demo zieht durch Dresden-Mitte. Bildrechte: MDR

10:51 Uhr | Gedenken auf dem Nordfriedhof

Etwa hundert Menschen gedenken der Opfer der Luftangriffe vor 77 Jahren auf dem Dresdner Nordfriedhof. Anwesend ist auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Es werden Kränze niedergelegt.

Wir dürfen mit Blick auf die Zerstörung von Dresden nicht nur auf 1945 schauen, sondern müssen unsere Perspektive auf die Zeit zwischen 1933 und 1945 erweitern.

Dirk Hilbert Dresdner Oberbürgermeister (FDP)

10:12 Uhr | Spontandemo durch die Neustadt

Gestern gab es eine kleine, spontane Demonstration der Linken durch die Dresdner Neustadt.

09:30 Uhr | Gedenken auf Dresdner Friedhöfen

In wenigen Minuten beginnt das offizielle Erinnern auf Dresdens Friedhöfen. Es gibt 33 Friedhöfe in der Stadt, auf denen Tote des 13. Februar bestattet worden sind. Dazu gehört auch der Heidefriedhof, Moritzburger Landstraße, wo um 10 Uhr das Gedenken am Aschegrab auf dem Ehrenhain für die Luftkriegstoten beginnt.

Unter Leitung des Vereins "Denk Mal Fort! e.V. – Die Erinnerungswerkstatt Dresden" findet auch in diesem Jahr eine Rundfahrt zu verschiedenen Friedhöfen und Grabanlagen statt. Der Verein hat neben dem Heidefriedhof drei weitere Anlagen herausgesucht, die exemplarisch für alle stehen:

  • 12:00 bis 12:45 Uhr: Äußerer Matthäusfriedhof, Bremer Straße 18, Stele für die Luftkriegstoten
  • 13:30 bis 14:15 Uhr: Alter Annenfriedhof, Chemnitzer Straße 32, Gedenkanlage Luftkriegstote
  • 15:00 bis 15:45 Uhr: Johannisfriedhof, Wehlener Straße 13, Ehrenhain für die Luftkriegstoten

09:25 Uhr | Bundespolizei an Bahnhöfen

Die Bundespolizei rechnet mit mehr Bahnnutzenden am Sonntag, die zu Veranstaltungen und Versammlungen anreisen. Beamte werden daher An- und Abreise kontrollieren und die öffentliche Sicherheit und Ordnung für alle Reisenden gewährleisten, kündigte die Bundespolizei an.

09:20 Uhr | Verkehrseinschränkungen in der Stadt

Ab Vormittag bis in den Abend hinein müssen Autofahrer und Nutzer von Bussen und Straßenbahnen mit Verkehrseinschränkungen in der gesamten Innenstadt rechnen - vor allem im Umfeld des Dresdner Hauptbahnhofes und rings um den Altmarkt.

  • Unter anderem wird die Wilsdruffer Straße während der Bildung der Menschenkette von etwa 17:45 Uhr bis 18:30 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt sein, informierte die Stadtverwaltung.
  • Der innerstädtische Bereich solle nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren werden. Auch im Nahverkehr sei mit Behinderungen zu rechnen.
  • Die Parkplätze an der Schießgasse, am Pirnaischen Platz und unterhalb der Carolabrücke sind am Sonntag gesperrt, teilte die Polizei mit.

09:05 Uhr | Mehr als zwei Dutzend Versammlungen - Polizeigroßeinsatz

Der Stadt Dresden liegen für den Sonntag insgesamt 25 Anmeldungen für Mahnwachen, Demonstrationen und Kundgebungen vor (Stand: 11. Februar). Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Sie wird von der sächsischen Bereitschaftspolizei und Beamten aus Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützt.

Ein Schwerpunkt wird ein rechter Aufzug sein. "Wir rechnen mit mehreren Hundert Personen, die am rechten Aufzug teilnehmen werden. Eine Anreise aus dem Ausland wird nur in Einzelfällen erwartet. Wir werden den Aufzug mit starken Kräften begleiten", sagte der Dresdner Polizeipräsident Jörg Kubiessa.

08:41 Uhr | Virtuelle Menschenkette mit bis zu 3.000 Teilnehmenden

Aufgrund der Corona-Pandemie können viele Gedenkveranstaltungen nicht wie in den vergangenen Jahren stattfinden. Die traditionelle Menschenkette wird daher dieses Mal zweigeteilt beginnen: auf dem Neumarkt und auf dem Altmarkt. Dazu werden Sicherheitsbänder ausgeteilt, um den Mindestabstand zwischen den Teilnehmenden zu wahren.

08:30 Uhr | Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945

Heute vor 77 Jahren ist Dresden durch britische und US-amerikanische Bomber zu großen Teilen zerstört worden. Daran wird auch in diesem Jahr erinnert.

Quellen: MDR (kk,ma,bj,dk,kh)/dpa/epd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 13. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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Fr 01.07.2022 16:57Uhr 00:45 min

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