Traditionsschiff "MS Dresden" Schifffahrtsmuseum Rostock und Stadt Dresden beleben Partnerschaft neu

Die Stadt Dresden und das Traditionsschiff "MS Dresden" rücken in Zukunft näher zusammen. Das Schiff liegt in Rostock und beherbergt das Schifffahrtsmuseum der Hansestadt. In Zukunft wollen beide Orte füreinander Werbung machen.

Das Traditionsschiff "MS Dresden", der Sitz des Schiffbau- & Schifffahrtsmuseums, in Rostock
Das Traditionsschiff und Schifffahrtsmuseum in Rostock ist nach der Stadt Dresden benannt. Eine Partnerschaft soll diese Verbindung nun bekannter machen. Bildrechte: dpa

Die Stadt Dresden und das Schifffahrtsmuseum im Rostocker IGA-Park haben ihre Partnerschaft neu besiegelt. Vertreter der sächsischen Landeshauptstadt und des Schifffahrtsmuseums Rostock haben am Sonnabend während der 31. Rostocker Hanse Sail einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Regelmäßigen Austausch wieder in Fahrt bringen

Bereits seit den 1950er-Jahren wird zwischen dem heutigen Traditionsschiff, das den Namen "MS Dresden" trägt, und der sächsischen Landeshauptstadt Dresden eine enge Beziehung gepflegt. "Dresden liegt in Rostock! Rostocker, die das Traditionsschiff kennen, wissen das", sagte Kathrin Möller, Leiterin des Schifffahrtsmuseums Rostock. "Vielen Dresdnern dürfte das aber unbekannt sein. Das wollen wir nun mit dieser Partnerschaft ändern." Sie hoffe sehr, dass der frühere regelmäßige Austausch wieder in Fahrt gebracht werden kann.

Dresden liegt in Rostock! Rostocker, die das Traditionsschiff kennen, wissen das. Vielen Dresdnern dürfte das aber unbekannt sein.

Kathrin Möller Leiterin des Schifffahrtsmuseums Rostock

Besuche und gegenseitige Werbung geplant

Damit das gelingt, wollen sich die Partner zu öffentlichen Anlässen und besonderen Ereignissen gegenseitig besuchen. Dresden wird öffentlich über die bestehende Partnerschaft informieren und touristische Imagewerbung für das Museumsschiff betreiben. Im Gegenzug soll auf dem Traditionsschiff über die Partnerschaft und die maritime Dresdener Stadtgeschichte informiert werden. Zusätzlich wollen sich die Vereine "Weiße Flotte Dresden – Freunde der Sächsischen Dampfschifffahrt" und "Seeleute Rostock" über ihre Erfahrungen zum Denkmalschutz und zur Pflege des maritimen Erbes austauschen.

"In Dresden hat vor allem die Dampfschifffahrt eine bedeutsame Geschichte. Heute noch sind sie täglich die Attraktion auf der Elbe", sagte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Er sei begeistert, was für ein einzigartiges Kleinod die Rostocker mit dem Traditionsschiff haben. "Ich bin stolz, dass der Namensvetter von Dresden dieses Traditionsschiff ist", so Hilbert.

Traditionsschiff "MS Dresden" Die spätere "MS Dresden" ist ein Frachter vom Typ Frieden und wurde 1956/1957 auf der Warnemünder Warnow-Werft gebaut. In der DDR war es üblich, dass Schiffe der Deutschen Seereederei nach Städten benannt und Partnerschaften gepflegt wurden. Sie sollten - in der ganzen Welt unterwegs - Botschafter sein. 1969 außer Dienst gestellt, wurde die "Dresden" ein Jahr später 1970 als Schiffbaumuseum der DDR eröffnet - und ist als Teil der 2003 umbenannten Einrichtung im IGA-Park Rostock-Schmarl festgemacht.

MDR (ali)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 13. August 2022 | 15:00 Uhr

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