Gegen fossile Brennstoffe Umweltaktivisten stellen sich auf Hauptverkehrsstraße in Dresden

Die Umweltgruppen "Letzte Generation" und "Extinction Rebellion" gehen ungewöhnliche Wege, um politische Maßnahmen gegen die Klimakrise zu fordern. Dazu gehören Straßenblockaden, bei denen sich in der Vergangenheit sogar einige Demonstrierende auf den Asphalt festklebten.

Umweltaktivisten protestieren in Dresden gegen die Nutzung fossiler Brennstoffe.
Bildrechte: Letzte Generation,XR

Umweltaktivisten haben am Freitagmorgen in der Dresdner Innenstadt zeitweise den Autoverkehr blockiert. Sie stellten sich unter dem Motto "Stoppt den fossilen Wahnsinn" in Höhe des Rathauses auf die St. Petersburger Straße. Fahrräder und Straßenbahnen konnten ungehindert passieren.

Mit der Verkehrsblockade protestierten die Beteiligten gegen die aus ihrer Sicht ungenügenden Klimaschutzmaßnahmen. So fordern sie die Abkehr vom Aufbau neuer fossiler Infrastruktur und sind insbesondere gegen neue Bohrungen in der Nordsee und feste Terminals für verflüssigtes Erdgas. Wind und Solar müssten dagegen mit Hochdruck ausgebaut und eine echte Wärmewende eingeleitet werden. Auch die Weiterführung des Neun-Euro-Tickets würde den Bedarf an Erdöl senken, so ein Vorschlag.

Wir brauchen innerstädtisch mehr Förderung der Fahrradmobilität. Fahrräder stehen für gesundheitsfördernde Bewegung, weniger Verschleiß für Straßen, weniger Unfälle, und weniger Lärm.

Cornelius Menzel

Nach der Demonstration fuhren einige Teilnehmer weiter zum Klimacamp am Hörsaalzentrum der TU Dresden. Bis zum Sonntag finden auf der Wiese hinter dem Hörsaalgebäude Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden zur Klimakrise statt.

MDR (ma)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 24. Juni 2022 | 08:30 Uhr

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