Urteil Haftstrafen nach Angriff auf Geflüchtete beim Stadtfest Dresden

Landgericht Dresden
Am Landgericht Dresden wurden am Freitag zwei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie Geflüchtete angegriffen hatten. Bildrechte: MDR / Christoph Stelzner

Wegen gewalttätiger Angriffe auf Flüchtlinge beim Stadtfest 2016 hat das Landgericht Dresden zwei Rechtsextremisten zu Haftstrafen verurteilt. Ein mehrfach vorbestrafter 31-Jähriger muss für fünf Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Gegen einen 35-Jährigen verhängte die Strafkammer drei Jahre und acht Monate. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre sowie drei Jahre und drei Monate gefordert. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Jagd auch Geflüchtete in Dresden

Nach Überzeugung des Gerichts gehörten die Angeklagten zu den rund 40 Männern, die in der Nacht zum 21. August 2016 in Dresden gezielt Jagd auf Geflüchtete machten. Die Gruppe hatte teils vermummt wahllos Menschen aus Afghanistan, dem Iran und Irak geschlagen oder getreten sowie ausländerfeindliche Parolen gerufen. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert mangels eines Nachweises, dass ihre Mandanten dabei gewesen waren. Die Angeklagten hatten bis zuletzt in dem seit September 2019 laufenden Prozess geschwiegen.

Quelle: MDR/kp/dpa

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