Urteil am Landgericht Knapp sieben Jahre Gefängnis für Missbrauch eines Mädchens in Dresden

Ein Mann lebt mit einer Familie in einer Wohngemeinschaft und missbraucht jahrelang ein Mädchen. Erst, als sich das Mädchen in der Schule Freundinnen offenbart, werden die Vergewaltigungen publik. Das ganze Ausmaß zeigt sich erst in der Anklageschrift. Nun wurde der Mann verurteilt.

Eine Männerhand hält eine Kinderhand fest
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Ein 47 Jahre alter Mann aus Dresden ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu sechs Jahren und zehn Monaten Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Dresden sah es als erwiesen an, dass der Mann zwischen 2011 und 2018 ein Mädchen knapp 400 Mal sexuell missbraucht hat. Während des Prozesses war noch von 835 Fällen die Rede. Das Opfer war zu Beginn der Taten erst sieben Jahre alt.

Zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte die Vorwürfe im Wesentlichen eingeräumt. Für ein Geständnis wurde ihm eine Strafobergrenze von sieben Jahren und drei Monaten in Aussicht gestellt. Der 47-Jährige hatte mit der Familie des Opfers in einer Wohngemeinschaft in Dresden zusammengelebt. Warum die Taten nicht eher bekannt wurden, ist unklar. Das Mädchen hatte sich erst Anfang Mai dieses Jahres zwei Mitschülerinnen offenbart. Diese brachten die heute 14-Jährige dazu, sich an die Behörden zu wenden. Daraufhin wurde der Mann in Brandenburg festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Quelle: MDR/sth/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.11.2018 | 17:00 Uhr

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