Gefährliche Zivilcourage Verdacht auf versuchten Mord in Dresden: Reifenstecher verletzt Mann

Ein junger Mann wollte zwei Randalierern Einhalt gebieten, die mit einem Messer im Dresdner Stadtteil Pieschen Autoreifen zerstachen und Mülltonnen umwarfen. Der Akt der Zivilcourage endete beinahe tödlich.

Polizisten befinden sich am nächtlichen Tatort.
Der Tatort in der Rehefelder Straße in Pieschen. Bildrechte: Kevin Müller

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 23-jährigen Mann wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am Donnerstag gegen 22:30 Uhr einen 28-Jährigen auf der Rehefelder Straße in Dresden-Pieschen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Er habe zugestochen, nachdem der 28-Jährige den Beschuldigten und seinen Begleiter aufgefordert hatte, mit dem Zerstechen von Autoreifen aufzuhören.

Mutmaßlicher Täter gefasst

Der Schwerverletzte wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Er befindet sich dort weiter in stationärer Behandlung. Polizeibeamte konnten die beiden Männer noch in der Nähe des Tatortes feststellen. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Dresden will noch am Freitag Antrag auf Erlass eines Haftbefehls stellen.

Eine Polizistin fotografiert in der Nacht den Tatort.
Der Tatort in der Rehefelder Straße in Pieschen. Bildrechte: Kevin Müller

Ermittlungen dauern an

Die Ermittlung des genauen Tathergangs und des Tatmotivs sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen, die noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, heißt es von der Polizei. Nähere Angaben seien auch aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht möglich.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 05. November 2021 | 10:30 Uhr

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