Öffentlicher Dienst Horte und Kitas in Dresden werden am Freitag erneut bestreikt

GEW Streik in Dresden
Die GEW streikte am Freitag erneut in Dresden. Bildrechte: Tino Plunert

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen (GEW) hat für den Freitag erneute Warnstreiks in Dresden angekündigt. Man habe die Beschäftigten des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt Dresden ganztägig zum Ausstand aufgerufen, so die GEW. Es ist bereits der zweite Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Schon am vergangenen Mittwoch hatten die Beschäftigten der kommunalen Horte und Kindergärten in Dresden die Arbeit niedergelegt.

Mit dem Streik solle der Forderung nach einer Gehaltssteigerung Nachdruck verliehen werden. Außerdem forderte die GEW erneut die Angleichung der Wochenarbeitszeit von derzeit 40 Stunden im Osten auf 39 Stunden wie im Westen Deutschlands.

"Nachdem die kommunalen Arbeitgeber auf Bundesebene in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte September erneut nicht einmal ein Angebot vorgelegt haben, über das verhandelt werden konnte, waren wir als Gewerkschaft zu weiteren Schritten in der Tarifauseinandersetzung gezwungen", so Uschi Kruse, Geschäftsführerin des sächsischen Landesverbands der GEW.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.10.2020 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

2 Kommentare

Wolkenlos vor 49 Wochen

Außerdem hat die Stadt Dresden alle Verträge auf 32h zurückgesetzt. Das bedeutet weniger Zeit für die Kinder! Also ein massiver Eingriff in die Bildung der Kitas und Horte! Eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der Qualität. Von wegen Bildungsplan ect. Statistiken nix sonst ist der Verwaltung und den Oberen wichtig. Aber in der Zeit in der ich irgendwelche Anträge oder Arbeitspläne abschreibe oder Angebote einhole für Projektanträge usw. in der Zeit könnte man bei den Kids sein und Bildungsprozesse initiieren. Irgendwelche Erzieher müssen nun ihre Gruppe abgeben und werden als Springer eingesetzt um in den Kitas die fehlenden Zeiten abzudecken. Die können auch den Virus super von einer Einrichtung in die Nächste tragen. Da ist dann sogar noch Geld für ein drittes Brückengeländer da........

Micky Maus vor 49 Wochen

Richtig so, lasst euch nicht unterkriegen.

Geld ist mehr wie genug da und das im Osten länger gearbeitet wird als im Westen entbehrt jeglicher Grundlage.

Dafür braucht es auch keinen Tarifvertrag, Rente bekommen wir ja auch nicht mehr, weil wir mehr gearbeitet haben.

Eigentlich ist das ein Fall für das Bundesverfassungsgericht!

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