Touristenattraktion Weiße Flotte in Dresden wieder im Normalbetrieb - aber reduziert

Sie gehören zu Dresdens bekanntesten Touristenattraktionen: die Dampfer der Weißen Flotte. Generationen von Menschen aus nah und fern verbinden mit ihnen schöne Erinnerungen. Allerdings liegen schwierige Jahre hinter dem Unternehmen. Nach der Insolvenz 2020 und dem Neustart setzte dem Unternehmen auch Corona zu. Jetzt kehren die Dampfer in den Normalbetrieb zurück - vorerst jedoch nur im Stadtgebiet.

Der historische Schaufelraddampfer "Leipzig" der Sächsischen Dampfschiffahrt fährt auf der Elbe vor der Elbbrücke Blaues Wunder und dem Fernsehturm.
Mit Schlössertour und Stadtrundfahrt kehren die Dampfer in Dresden ab sofort in den Normalbetrieb zurück. Bildrechte: dpa

Seit Mittwoch fahren die Elbdampfer der Weißen Flotte in Dresden wieder im Normalbetrieb. Wie die Weiße Flotte Sachsen GmbH mitteilte, legen vier historische Raddampfer jeweils mittwochs bis sonntags vom Terrassenufer aus zu Linienfahrten ab. Dabei gehen die "Pillnitz" auf Schlössertour sowie die "Dresden", "Leipzig" und "Meissen" auf Stadtrundfahrt.

Keine Fahrten in Dresdner Umland

An den Stadtgrenzen kehren die Schiffe allerding um. Fahrten in die Sächsische Schweiz oder in das Weinbaugebiet Diesbar-Seußlitz sind erst einmal nicht geplant. Zum einen kommen nach Unternehmensangaben derzeit noch nicht genügend Touristen in die Region, um die Schiffe auslasten zu können. Zum anderen wird noch um die Arbeitsfähigkeit aller 120 Mitarbeiter gerungen. Viele müssen aus der Kurzarbeit zurückgeholt werden. Andere, etwa im Gastronomiebereich, sind inzwischen abgewandert.

Selbstbedienung in der Gastronomie

Das gastronomische Angebot an Bord ist zunächst auf Selbstbedienung beschränkt. Passagiere müssen einen tagesaktuellen Negativ-Test haben und Maske tragen, die am Platz aber abgenommen werden kann. Tickets gibt es online und ab dem Wochenende auch wieder an der Kasse.

ÖPNV-Projekt beendet

Mit dem Start des Normalbetriebs endet gleichzeitig das Projekt Öffentlicher Personen-Nahverkehr auf der Elbe. Über diese Hilfskonstruktion waren auch in Corona-Zeiten Linienfahrten im Stadtgebiet möglich. Seit Mitte April fuhren die "Pillnitz" und das moderne Salonschiff "Gräfin Cosel" als öffentliche Verkehrsmittel - viermal täglich elbaufwärts mit Hygienekonzept. Die restlichen Schiffe der ältesten Raddampferflotte der Welt sowie ein zweites modernes Schiff pausieren seit Anfang November 2020.

Neustart nach der Insolvenz

Das Unternehmen war nach zwei Niedrigwasserperioden in die roten Zahlen gerutscht, seit Anfang Juni 2020 insolvent und im September 2020 von der Schweizer United Rivers AG übernommen worden. Normalerweise schippern Touristen und Ausflügler von Mai bis Oktober mit den Dampfern durchs Elbtal.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 16. Juni 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Aufgedeckt vor 5 Wochen

Da in Dresden ein weiterer Fall der Corona Delta Variante entdeckt wurde, ist das mehr als Fahrlässig von den Behörden in Dresden das zuzulassen.

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