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Die Wildschweine im Wildgehege in Moritzburg müssen möglicherweise geschlachtet werden. Am Mittwoch soll die entsprechende Entscheidung fallen. Bildrechte: imago images / blickwinkel

Afrikanische Schweinepest

Wildgehege Moritzburg bangt um seine Wildschweine

von MDR SACHSEN

Stand: 19. Oktober 2021, 18:06 Uhr

Im Landkreis Meißen ist erstmals bei einem Wildschwein die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden. Das Tier wurde bereits am 8. Oktober in der Nähe der A 13 bei Radeburg geschossen. Im Anschluss ist eine Sperrzone mit einer Fläche von 435 Quadratkilometern eingerichtet worden. Dort gilt ab sofort ein Auslauf- und Freilandhaltungsverbot für Schweine. Ebenfalls in dieser Sperrzone gelegen: das Wildgehege Moritzburg und die dort lebenden Wildschweine.

Ronald Ennersch macht sich Sorgen um seine Wildschweine. Denn der Leiter des zum Staatsbetrieb Sachsenforst gehörenden Wildgehege in Moritzburg muss möglicherweise seine Wildschweine und Minischweine töten. Der Grund: vergangene Woche wurde bei einem in Radeburg geschossenen Wildschwein die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Die Zukunft der Schweine ist momentan noch ungewiss.

Einstallung nicht einfach möglich

Durch den Fall der ASP im Landkreis Meißen, gehört nun auch das Wildgehege Moritzburg zur Sperrzone. Innerhalb dieser ist Auslauf- und Freilandhaltung von Schweinen verboten. Laut Ronald Ennersch gibt es aktuell neun erwachsene Wildschweine und sechs Frischlinge im Wildgehege. Diese könnte er jedoch nicht einfach so einsperren, wie gewöhnliche Hausschweine.

Das sind Wildtiere, die kann ich nicht über Nacht einsperren und dort über kurze oder längere Zeit in Gefangenschaft halten.

Seiner Aussage nach würden die Wildschweine möglicherweise in Panik geraten. "Sie würden versuchen auszubrechen, sich dabei gegenseitig verletzten oder gar das Leben nehmen".

Auch eine Tötung der Tiere möchte Ennersch vermeiden, von der auch die neun Minischweine betroffen wären. Er hofft deshalb auf eine Ausnahmeregelung durch die Landesdirektion, die zu einer Krisensitzung zusammenkommen.  Nicht zuletzt, weil das Wildgehege einen Außenzaun besitzt, "sodass rein theoretisch hier kein Schwein von außen rein kann".

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport Dresden | 19. Oktober 2021 | 14:30 Uhr

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