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Afrikanische Schweinepest

Wildschweine in Moritzburg werden getötet

von MDR SACHSEN

Stand: 22. Oktober 2021, 19:24 Uhr

Das Veterinäramt des Landkreises Meißen hatte das Moritzburger Wildgehege dazu aufgefordert, seinen Wildschweinbestand zu töten - wegen der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis. Daraufhin setzte der Staatsbetrieb Sachsenforst alle Hebel in Bewegung, um das Leben der Wildschweine zu retten. Eine Ausnahmegenehmigung sollte helfen. Doch die wurde nun nicht erteilt. Dafür gibt es bestimmte Gründe.

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Meißen werden die Wildschweine im Wildgehege Moritzburg getötet. Wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte, ist das Infektionsrisiko zu hoch. Sollte das Virus bei den Wildschweinen auftreten, müsste eine kilometerweite Sperrzone rund um Moritzburg errichtet werden. Die dortige Schweinehaltung würde faktisch zum Erliegen kommen. Das müsse verhindert werden.

Ministerium: Isolation im Stall wäre Qual für die Tiere

Nach Angaben des Sozialministeriums gelten Wildschweine in einem Wildgehege nach nationalem und internationalem Recht nicht als Wildtiere, sondern als gehaltene Schweine. Daher sei das Recht für Hausschweine anzuwenden. Die Wildschweine im Wildgehege müssten demnach vollkommen abgeschottet werden, um sie vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen. Die Isolation wäre jedoch nach Angaben des Ministeriums eine Qual für die Tiere, die es gewohnt sind, sich Tag und Nacht unter freiem Himmel zu suhlen. Der Staatsbetrieb Sachsenforst hatte deshalb zuvor einen "Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung zur Haltung außerhalb eines Stalls" gestellt. Dieser wurde nun abgelehnt.

Quelle: MDR/sth/tb

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 22. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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