Dresden Zirkusdirektorin Ingrid Stosch-Sarrasani gestorben

Der Name Sarrasani ist mit Dresden eng verbunden. Der legendäre Zirkus prägte in den 1920-er Jahren die Stadt mit seinem monumentalen Bau, der im Krieg zerstört wurde. Jetzt ist seine langjährige Direktorin Ingrid Stosch-Sarrasani gestorben.

Andre Sarrasani und Ingrid Stosch-Sarrasani
Ingrid-Stosch Sarrasani, die "Grande Dame" der Zirkuswelt mit ihrem Sohn André. Bildrechte: dpa

Die langjährige Zirkus-Direktorin Ingrid Stosch-Sarrasani ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 88 Jahren in Radebeul, wie eine Sprecherin der Familie mitteilte. Ingrid Stosch-Sarrasani wurde am 28. Juni 1933 als Ingrid Wimmer in Hannover geboren. Sie kam im Alter von 16 Jahren erstmals mit dem Zirkus in Berührung und wurde bald als Partnerin von Fred Cordon und seiner Peitschen-Show bekannt, mit dem sie durch Europa und Amerika tourte.

1980: Ingrid Stosch-Sarrasani wird Zirkusdirektorin

1956 kam die 23-jährige Ingrid Wimmer zum Circus Sarrasani. 16 Jahre lang arbeitete sie dort als Artistin und verliebte sich in Fritz Mey-Sarrasani, der seit 1956 als Circusdirektor die Fäden zog. Die beiden bekamen ein Kind – Sohn André, der am 3. November 1972 geboren wurde. 1976 adoptierte die kinderlose Trude Stosch-Sarrasani, Schwiegertochter des Sarrasani-Gründers, die nunmehr 43 Jahre alte Ingrid Wimmer als Ingrid Stosch-Sarrasani. 1980 übernahm sie die Leitung des Zirkus Sarrasani und baute den Familienbetrieb zu einem Showunternehmen aus. Seit dem Jahr 2000 ist ihr Sohn André Chef.

Hans Stosch-Sarrasani
Hans Stosch-Sarrasani hat den Zirkus in der Welt bekannt gemacht. Bildrechte: dpa

Zirkus Sarrasani - ein Künstlername - wurde 1902 von Hans Stosch in Radebeul gegründet und feierte in Meißen Premiere. Zu seinen besten Zeiten war es eines der weltweit größten Zirkusunternehmen. Nach der Zerstörung des monumentalen Domizils in Dresden siedelte das Unternehmen nach Westdeutschland über. 1990 kehrte Sarrasani nach Dresden zurück.

MDR (kb)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 29. April 2022 | 19:00 Uhr

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