Ausflusgtipp Zitrustage locken in den Barockgarten Großsedlitz

Bereits vor 300 Jahren ließ sich August der Starke seine Leidenschaft für Orangenbäume einiges kosten. Auch andere sächsische Herrscher vor und nach ihm hatten ein Faible für die Südfrüchte. Seit 2013 erinnern die "Sächsischen Zitrustage" im Barockgarten Großsedlitz an diese Tradition. Nach zwei Jahren Corona-Pause kehren sie dieses Wochenende zurück.

Mehrere Zitronen liegen in einem Pflanzkübel.
Zitronen gehören zu den Zitrusfrüchten, die fast jeder kennt. Bei den Zitrustagen in Großsedlitz gibt es aber weitere zu entdecken. Bildrechte: MDR/Stephan Hönigschmid

Im Barockgarten Großsedlitz dreht sich am Sonnabend und Sonntag alles um Orangen und Zitronen. Nach zwei Jahren Corona-Pause kehren die "Sächsischen Zitrustage" zurück - diesmal unter dem Motto "Von Orangeriepflanzen, ihren Pflanzgefäßen und der richtigen Erdmischung". Bei der achten Auflage der Veranstaltung können Interessierte allerhand Wissenswertes über die Zitruskultur in Sachsen erfahren.Denn die reicht bis in die kurfürstliche Zeit zurückreich. Auch darum soll es laut Veranstaltern ei Führungen und Verkostungen der Zitrusfrüchte gehen.

Das Statussymbol im 18. Jahrhundert

"In einer barocken Anlage gehört Zitrus zur Grundausstattung. Das war ein Statussymbol im 18. Jahrhundert für den jeweiligen Herrscher. Uns liegt es einfach am Herzen, den Besuchern die Vielfalt dieser Zitrusbäume- und Zitrusfrüchte nahezubringen und auch diese ganze Geschichte zu vermitteln", sagte der Mitarbeiter in der Gartenverwaltung beim Schlösserland Sachsen, Frithjof Pitzschel.

In einer Orangerie stehen rechts und links aufgereiht Zitrusbäumchen.
In der unteren Orangerie sind die Zitrusbäumchen samt Erklärtafeln aufgebaut. Bildrechte: MDR/Stephan Hönigschmid

Früher bis zu 2.000 Besucher

Die Veranstaltung findet sowohl in der oberen als auch in der unteren Orangerie des Barockgartens Großsedlitz statt. In früheren Jahren kamen an den zwei Veranstaltungstagen laut Förderverein Freundeskreis Barockgarten Großsedlitz bis zu 2.000 Besucherinnen und Besucher.

Eine Frau mit rahmenloser Brille lächelt in die Kamera.
Dr. Simone Balsam vom Förderverein Freundeskreis Barockgarten Großsedlitz organisiert gemeinsam mit dem Schlösserland Sachsen die Zitrustage. Bildrechte: MDR/Stephan Hönigschmid

Neben der reinen Wissensvermittlung war auch ein Parcours an Händlern und Künstlern beliebt, der sich ebenfalls dem Oberthema Zitrus widmete. An diese Tradition knüpfen die Veranstalter wieder an. "Es werden Porzellanmaler aus Meißen da sein, die zeigen, wie Fruchtmotive entstehen. Außerdem ist eine Malerin mit dabei, die Bilder mit Zitrusmotiven anbietet", sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Simone Balsam.

Eine handartige gelbliche Zitrusfrucht hängt an einem Baum.
Diese Zitruspflanze heißt "Buddhas Hand" wegen ihrer auffällig geformten Früchte, die an Finger erinnern. Bildrechte: MDR/Stephan Hönigschmid

Idee zu Zitrustagen stammt aus Wien

Die Idee zu den "Sächsischen Zitrustagen" ist 2012 in Wien-Schönbrunn entstanden. "In Wien gab es in den Bundesgärten, glaube ich, bereits die zehnten Zitrustage. Unsere Kollegen aus Pillnitz und Großsedlitz wurden dorthin eingeladen. Bei dieser Gelegenheit haben wir gesagt, dass man so etwas doch auch in Großsedlitz machen könnte." So hätten die Zitrustage ihren Anfang genommen und seien Stück für Stück verfeinert worden, sagte Fritjof Pitzschel.

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