Wasserentnahme endet Im Juli sollen Pumpen raus aus Badesee Birkwitz bei Pirna

War es jahrelang viel zu trocken? War die Elbe zu flach oder hat das Kieswerk zu viel Waschwasser aus dem Gewässer Birkwitz gepumpt, sodass der beliebte Badesee zu verlanden drohte? Darüber wurde in Pirna lange gestritten. Ab Juli will das Kieswerk nun Wasser aus einer anderen Kiesgrube nutzen.

Badegewässer Birkwitz-Pratzschwitz, Kieswerk im Hintergrund
Das beliebte und hervorragend saubere Badegewässer Birkwitz-Pratzschwitz bei Pirna. Im Hintergrund ist das Kieswerk zu sehen (Archivbild aus dem Jahr 2020). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Badesee Birkwitz bei Pirna ist einer der drei saubersten Seen in Sachsen. Beste Noten für die Wasserqualität hat die Europäische Umweltagentur (EEA) unlängst vergeben. Für die Prüfer war der Wasserstand kein Thema, aber Anwohner und Badegäste ärgerten sich mehrere Jahre lang über sinkende Pegel an der Badestelle. 2020 war der um knapp zwei Meter gesunken. Anwohner und Lokalpolitiker kritisierten die Kieswerke Borsberg. Die pumpen aus dem Gewässer jährlich mehrere hunderttausend Kubikmeter Wasser als Waschwasser zur Kiesreinigung. Das soll im Juli 2021 enden. "Wir haben besprochen, dass ab Juli aus Birkwitz kein Wasser mehr zur Kiesspülung entnommen wird", sagte der Ortsvorsteher Dieter Fuchs (Freie Wähler - Wir für Pirna).

Techniker arbeiten an Umverlegung

Das bestätigte auch die Geschäftsführung der Kieswerke Borsberg auf Nachfrage von MDR SACHSEN. "Wir sind dabei, die Rohrleitungen und Technik zur Umverlegung des Waschwassers zu bauen", sagte Geschäftsführer Matthias Erben. Er hoffe, dass ab Ende Juli die Wassermengen dann aus der Kiesgrube Copitz gepumpt werden können. Erben betonte, dass das entnommene Waschwasser aus dem Badesee Birkwitz "aber auch nicht weg war. Es wurde hundert Meter weiter ja wieder zurückgespült". Im Übrigen hänge der Pegel des beliebten Badesees auch immer vom Pegel der Elbe ab, fügte er hinzu.

Restauskiesung an der Kiesgrube

Gegenüber der Badestelle gehören dem Kieswerk noch Abbauflächen mit Berechtigungen zum Kiesabbau. An der Stelle, an der früher eine Aufbereitungsanlage stand, soll noch einmal Kies abgebaut werden, Restauskiesung in Fachkreisen genannt. "Das werden keine Riesenmengen. Der Abbau reicht vielleicht für ein halbes Jahr", sagte Kieswerksvertreter Erben. Die Badegäste gegenüber am Gewässer soll "das nicht tangieren, weil dazwischen ein kleiner Damm stehen bleiben muss".

Quelle: MDR/kk

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