Naturschutz Imker aus Cotta bietet Bienenpatenschaften an

"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr." Das ist Eines der bekanntesten Zitate Albert Einsteins. Auch ein Imker aus Cotta in der Sächsischen Schweiz hat sich das zu Herzen genommen und bietet Patenschaften für Bienenvölker an. So kann man mal eben "Herr" von sage und schreibe 50.000 dieser fleißigen Insekten werden.

Bienen am Bienenstock von Alfred Schönborn
Ohne Bienen würde es mit der Menschheit bald vorbei sein. Ohne Bestäubung, keine Pflanzen. Ohne Pflanzen, keine Tiere. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Uwe Leuner, Imker aus Cotta in der Sächsischen Schweiz, bietet seit kurzem Patenschaften für Bienenvölker an. Damit will er die nützlichen Insekten retten. Der 60-Jährige möchte außerdem andere Menschen von den Bienen begeistern. Als Dank für die Patenschaften gibt es pro Jahr ein Kilogramm Honig von den summenden Patenkindern. Von den Einnahmen will Leuner einen Bienenwagen bauen, um noch mehr Honigsammlern ein Zuhause zu bieten.

Jahrelange Leidenschaft

Seit 32 Jahren hat Leuner sein Herz an die fleißigen Insekten verloren. Seitdem betreibt er die Imkerei als Nebenerwerb. Aktuell bestäuben seine Völker die Obstplantagen von Borthen, einem Ortsteil von Dohna. Sie sorgen dafür, dass aus Blüten Äpfel und Kirschen werden.

Es ist wie eine Sucht, man schaltet völlig ab.

Uwe Leuner Hobbyimker

Er opfere zwar viele Stunden in der schönen Jahreszeit für die Bienen, so Leuner. Dass sei aber keine verlorene Zeit, sondern Lohn. Und man könne Honig ernten, "das ist der Lohn der Süße.

Dreizehn Völker noch zu haben

Zwei Paten hat er bereits gewinnen können. Nicht aus Sachsen, sondern aus Nordrhein-Westfalen. Die Paten, darunter Dirk Klopfleisch, sind bei einem Urlaub in der Sächsischen Schweiz auf seine Idee aufmerksam geworden. Zwei Dinge haben Klopfleisch dazu bewogen, eine Patenschaft zu übernehmen. Zum einen den "eigenen" Honig zu bekommen und zum anderen der Naturschutz.

Das man ein bisschen daran teilnimmt, die Bienen zu retten.

Dirk Klopfleisch Bienenpate

Aktuell hat Leuner fünfzehn Bienenvölker und hätte gern für jedes einen eigenen Bienenpaten. Und wenn die Paten dann irgendwann selbst ihr Herz fürs Imkern entdecken würden, dann hat Imker Leuner sein Ziel erreicht.

Imker auf einer Obstplantage
Seit 32 Jahren ist Uwe Leuner leidenschaftlicher Imker. Er lobt die Disziplin und Klugheit der Bienen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/bb

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 11. Mai 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Zauberwald vor 5 Wochen

Ein gutes Geschäftsmodell1
15 Völker mal 20gk/Jahr/Volk Ertrag Honig (i. d. R. aber 25-35kg Ertrag) macht 300kg. Bei einem Honigpreis von ca. 12,00€/kg = 3.600€ (untere Preismarge) + Patenschaftsgebühr ?? + Spaß an Imkern, macht mindestens 5.000€ i. d. R. aber mehr als 7.500 - 10.000€. Nach ca. Zwei Jahren hat sich der Bienenwagen selbst bezahlt. Also viel Spaß mit der Patenschaft! Aus meiner Sicht ist es besser dafür zu Sorgen, dass unsere Insekten ausreichend eine Futtergrundlage erhalten. D. h. Blühpflanzen anbauen, entsprechende Balkonbepflanzungen vornehmen und bei Gartengestaltung auf Blühpflanzungen achten.

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