Nach Überflutungen Hochwasserschäden an Wanderwegen in Hohnstein und Sebnitz

Nach Starkregen und Überflutungen in Teilen der Sächsischen Schweiz vergangenes Wochenende, sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Auch viele Wanderwege in der beliebten Urlaubsregion sind verwüstet worden und aktuell nur schwer passierbar. Die Gemeinde Hohnstein und die Stadt Sebnitz rechnen mit mehreren hunderttausend Euro an Reparaturkosten.

Hochwasserschäden Wanderwege Hohnstein
Laut Daniel Brade müssen sich Wanderer aktuell auf widrige Umstände beim Wandern in der Sächsischen Schweiz einstellen. Bildrechte: Florian Glatter

Die Gemeinde Hohnstein und die Stadt Sebnitz in der Sächsischen Schweiz ziehen eine erste Schadensbilanz an ihren Wanderwegen. Nach dem Unwetter am vergangenen Wochenende sind zahlreiche Brücken und Wanderwege gesperrt. Daniel Brade, Bürgermeister der Stadt Hohnstein, rechnet mit Schäden von bis zu 750.000 Euro.

Viele Brücken beschädigt

Nach Angaben des SPD-Politikers ist es noch nicht sicher, ob der Sebnitztalwanderweg wieder begehbar ist. Man wisse noch nicht, ob alle acht Wanderwegbrücken dem Sebnitz-Hochwasser standgehalten haben. Die Widerlager der Brücken sind ausgespült, insofern ist eine schwerliche Begehbarkeit gegeben.

Die Wanderer sollten festes Schuhwerk mitbringen und sich darauf einstellen, umkehren zu müssen, weil es mal eben nicht über die Sebnitz geht.

Daniel Brade (SPD) Bürgermeister von Hohnstein

Hochwasserschäden Wanderwege Hohnstein
Die Widerlager dienen als Unterbau für Brücken und bilden dabei den Übergang zwischen der eigentlichen Brücke und dem Erddamm. Viele von ihnen wurden durch das Hochwasser beschädigt. Bildrechte: Florian Glatter

Sebnitz rechnet mit versteckten Kosten

Der Bürgermeister der Stadt Sebnitz, Mike Ruckh (CDU), geht von Schäden von insgesamt einer Million Euro aus. Im Wesentlichen betreffe das veränderte Bachläufe, Brücke und unterspülte Wege. „Wir gehen trotzdem davon aus, dass es versteckte Schäden geben wird, die wir noch nicht gesehen haben,“ so Ruckh.

Sachsen rechnet nach Starkregen und Überflutungen in einigen Teilen des Freistaates mit Reparaturkosten in Millionenhöhe. Die Schäden sind laut Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) aber noch nicht genau beziffert.

Quelle: MDR/kh/fg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten aus dem Studio Dresden | 20. Juli 2021 | 18:30 Uhr

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