Nationalpark Gesperrte Wanderwege in der Sächsischen Schweiz: Bergsteigerbund fordert schnelles Handeln

Im Nationalpark Sächsische Schweiz haben umgestürzte Bäume viele Wanderwege unpassierbar gemacht. Der Bergsteigerbund fordert aus diesem Grund, vorsorglich weitere tote Bäume zu fällen, bevor die Lage noch gefährlicher wird.

Baumkronen abgestorbener Bäume
Abgestorbene Bäume kippen um Nationalpark Sächsische Schweiz um und versperren immer mehr Wanderwege. Bildrechte: MDR/Katrin Tominski

Das Wandern im Nationalpark Sächsische Schweiz ist seit geraumer Zeit schwierig. Umgestürzte Bäume haben dazu geführt, dass 30 Prozent der Wege mittlerweile unpassierbar sind oder gesperrt werden mussten, erklärt Ulrich Voigt vom sächsischen Bergsteigerbund. "Bald werden es noch mehr sein", mahnt der Ehrenvorsitzende. Das sei schlecht für Natur und Mensch, weil sich auf den verbleibenden Wegen dann die Besucherinnen und Besucher drängen würden.

Bäume vorsorglich fällen

Aus diesem Grund fordert Voigt, dass entlang der wichtigen Wege und an den Zufahrtswegen tote Bäume vorsorglich gefällt werden. "Das muss schnell geschehen", meint Voigt. Denn irgendwann sei es für die Forstarbeiterinnen und -arbeiter zu gefährlich. "Der Arbeitsschutz verbiete es schon jetzt, in gewissen Gebieten zu arbeiten", so Voigt weiter.

"Wir tun, was wir können"

Der Leiter der Nationalpark Verwaltung, Ulf Zimmermann, kennt das Problem. "Wir sind dran. Haben in den letzten vier Jahren drei Millionen für den Wegeunterhalt ausgegeben. Wir tun was wir können", sagt Zimmermann MDR SACHSEN. Der Nationalpark müsse zudem die Naturschutzpläne einhalten. Das brauche Zeit.

Wegen des Borkenkäferbefalls in den vergangenen Jahren sind im Nationalpark etliche Bäume abgestorben und umgestürzt. In einem Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer hatten Landrat Michael Geisler, sieben Bürgermeister der Region sowie der Tourismusverband und Bergsteigerbund in der vergangenen Woche die Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung beklagt. Dort fehle es an "strategischen Überlegungen", wie die Erholungsfunktion im Nationalpark und der Naturschutz gleichzeitig gewährleistet werden könnten. Da auch in diesem Jahr mit zahlreichen Gästen in der Sächsischen Schweiz zu rechnen sei, müsse nun dringend gehandelt werden.

Quelle: MDR/mar

3 Kommentare

Elsburg vor 5 Wochen

BEIDE mdr-Videos
[zu eingeschränkten Wanderwegen wegen umgefallener (Todholz~) Bäume bzw Gefährdungen der Wanderer durch solche Bäume]
haben beim Abspielen überdehnt +viel zu langsames, ja unnatürlich lahmes restauriertes Sprach- Tempo, das mit schläfriger Sprache viel zu überdehnt in schier schläfrige Länge gezogen wird.

Hört sich das beim mdr niemand kontrollieren an, oder ist's gar akustisches Abbild dortigen Arbeitstempos im mdr ?

Wenn da so 'schnell gewandert wird, wie in beiden Videos gesprochen wird, trifft sprichwörtlichen Bild da zu, daß solchen beim Wandern auch noch die Schuh vom Schuster besolt werden könnten.

Immerhin ist's Tempo schneller als beim Gang mit Kleinkindern, das eher einem Spazieren'stehen entspricht ... zB infolge kindlichen Erlebens +"begreifens", was die Natur alles bietet, sich genau anzusehen +zu erfühlen
[zT mit allen Sinnen bis hin zum Zungengefühl mit oralem abtasten !].

Frank 1 vor 5 Wochen

Geschädigte Bäume fällen und aufforsten. Umgestürzte Bäume wegräumen. Alles richtig. Aber mit wem? Die Forstwirtschaft wurde seit Jahren technisch und personell kaputtgespart. Es reicht eben nicht von Ökologie zu schwurbeln, man muß es dann auch konsequent umsetzen. Letzteres geschieht leider nicht in dem Maße wie es objektiv geboten ist.

MDR-Team vor 5 Wochen

Die Videos haben normales Sprechtempo, wie alle unsere Videos. Vielleicht gibt es ein technisches Problem auf ihrer Seite?

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