Tarifkonflikt Streik bei Teigwaren Riesa um 24 Stunden verlängert

Der Tarifkonflikt beim Nudelhersteller Teigwaren Riesa dauert weiter an. Die Beschäftigten wollten ursprünglich mit einem 24-stündigen Warnstreik ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Der Ausstand wird allerdings länger dauern als geplant.

Ein Gewerkschaftsmitarbeiter steht am Abend während eines Streiks vor dem Werk der Teigwaren Riesa GmbH
Der Warnstreik beim Nudelhersteller wurde am Morgen um 24 Stunden verlängert. Bildrechte: dpa

Der Streik bei der Teigwaren Riesa GmbH geht weiter. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) MDR SACHSEN am Dienstag bestätigt. Ursprünglich sollte der Ausstand am Morgen nach 24 Stunden beendet werden. Der Sekretär des NGG-Landesbezirkes Ost, Olaf Klenke, sagte, die Arbeitgeber hätten noch kein ernst zu nehmendes Tarifangebot unterbreitet. Deshalb werde der Streik erst einmal bis Mittwochmorgen fortgesetzt. Dann wolle man über das weitere Vorgehen entscheiden.

Entweder, wir kommen jetzt an den Verhandlungstisch und reden über die nächsten Schritte oder es wird so weitergehen. Das hat das Unternehmen in der Hand.

Olaf Klenk NGG-Landesverband Sachsen

Schrittweise Anpassung der Löhne

Bei der Teigwaren Riesa GmbH hatte es seit Juli immer wieder Streiks gegeben. Grund für den anhaltenden Tarifstreit ist die Forderung der Gewerkschaft, die Löhne schrittweise an das Westniveau anzupassen. Der NGG zufolge verdienen Beschäftigte bei der Teigwaren Riesa GmbH bis zu 700 Euro weniger im Monat, als westdeutsche Kollegen mit vergleichbaren Tätigkeiten.

Beim Nudelhersteller arbeiten derzeit rund 150 Beschäftigte. Der Betrieb ist eine Tochter des Teigwarenherstellers Alb-Gold aus Baden-Württemberg.

Quelle: MDR/bj/mina

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 17. August 2021 | 10:30 Uhr

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