Ausbreitung Erster Schweinepest-Fall im Landkreis Meißen nachgewiesen

Zum ersten Mal ist im Landkreis Meißen bei einem Wildschein die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden. Das Tier wurde bereits am 8. Oktober in der Nähe der Autobahn 13 bei Radeburg geschossen, teilte das Sächsische Sozialministerium mit. Das Wildschwein befand sich weit weg von den Sperrgebieten entlang der Grenzen zu Tschechien und Polen, wo das Virus ebenfalls nachgewiesen wurde.

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Afrikanische Schweinepest im Landkreis Meißen Bildrechte: mdr

Im Landkreis Meißen ist erstmals bei einem Wildschwein die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden. Wie das Sächsische Sozialministerium am Donnerstag mitteilte, wurde das Tier bereits am 8. Oktober in der Nähe der Autobahn 13 bei Radeburg erschossen. Wie das Virus in den Landkreis, etwa 60 Kilometer außerhalb der bisher bestehenden Sperrzone, gelangt ist, werde derzeit untersucht. Der Staatssekretär und Leiter des ASP-Krisenstabes, Sebastian Vogel, geht derzeit nicht davon aus, dass es sich um eine Übertragung durch migrierende Wildschweine aus den infizierten Gebieten im Landkreis Görlitz handelt.

Es gilt jetzt das Ausmaß des Ausbruchsgeschehens im Landkreis Meißen festzustellen, insbesondere ob und inwieweit das Infektionsgeschehen vorangeschritten ist, um die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Sebastian Vogel Staatssekretär und Leiter des ASP-Krisenstabes

Fund bei routinemäßiger Kontrolle

Der positive Befund wurde nach Angaben des Sozialministeriums bei routinemäßigen Kontrollen nachgewiesen. Seit Ende September müssen alle in den Landkreisen Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Stadt Dresden geschossenen Wildschweine auf die Afrikanische Schweinepest getestet werden.

Durch dieses Frühwarnsystem ist bereits am 31. Oktober 2020 der erste Fall der ASP in Sachsen im Landkreis Görlitz nachgewiesen worden. Dort und im Kreis Bautzen sind die Tests bei geschossenen Wildschweinen bereits seit April 2020 für alle Jägerinnen und Jäger verpflichtend.

Mehr als 500 bestätige Fälle

Aktuell gibt es 549 bestätige Fälle der ASP in Sachsen, so das Sozialministerium. Die Schweinepest gilt als eine ansteckende Allgemeinerkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt laut Ministerium keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über vom Schwein stammende Lebensmittel oder über kontaminierte Kleidung oder ähnliches in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich, informierte das Ministerium.

Wildschwein steht in einem Wildgatter. 3 min
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Quelle: MDR/dpa/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 14. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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